Hörder Buchhandlung in der Corona-Krise: „Bestellungen schnellen nach oben“

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Es gibt nur noch wenige inhabergeführte Buchhandlungen in Dortmund. Eine davon ist Transfer in Hörde. Trotz der Ladenschließung wegen des Coronavirus ist hier ziemlich viel los.

Hörde

, 23.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Tische in der Buchhandlung Transfer an der Schlanken Mathilde sind voll mit Büchern. Nur sind es keine Kunden, die es sich hier zum Lesen gemütlich machen, sondern Mitarbeiter, die Bücher in Kartons und Pakete packen.

So wie fast alle Einzelhändler musste auch Transfer in Hörde seine Türen für Kunden schließen. „Wir dürfen unsere Kunden aber noch beliefern“, sagt Inhaberin Birgit Lange-Grieving.

Die Bestellungen gehen rapide nach oben

Und die Menschen wollen lesen. „Die Bestellungen schnellen unglaublich stark nach oben“, sagt Lange-Grieving. Der Aufwand in der Abwicklung sei aber ebenso bedeutend höher. Bestellen, sortieren, einpacken, verpacken, abschicken.

Regelmäßig ist bei der Buchhandlung Transfer in Dortmund-Hörde volles Haus. Corona schiebt dem vorerst einen Riegel vor.

Regelmäßig ist bei Transfer in Hörde volles Haus. Corona schiebt dem vorerst einen Riegel vor. © BARZ fotografie service | Ruedig

Transfer verkauft aber nicht nur Bücher. In Zeiten ohne Corona finden hier auch regelmäßig Lesungen oder Workshops statt. Auch die sind vorerst abgesagt.

„Wir müssen gucken, wie wir die Zeit überstehen“, sagt Lange-Grieving trotz des gut laufenden Versandgeschäftes.

Weil auch die städtischen Bibliotheken, so wie die in Hörde, nicht mehr geöffnet haben, bietet die Stadt Dortmund einen Service an. Während der Schließzeit könne man sich online und kostenlos Bücher ausleihen oder runterladen.

Dafür müssten die potentiellen Kunden der Bibliothek nur ihren beidseitig gescannten oder fotografierten Personalausweis zusenden und an ausleihcenter@stadtdo.de schicken.

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