Hombruchs neueste Straße erinnert an die Bergbauvergangenheit

Straßenwidmung

Zum neuen Wohngebiet an der Zillestraße gegenüber der Kleingartenanlage Brünninghausen gehört auch eine neue Straße. Ihr Name knüpft an die Vergangenheit an.

Hombruch

, 14.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neue Straße liegt im Neubaugebiet an der Zillestraße.

Die neue Straße liegt im Neubaugebiet an der Zillestraße. © Stadt Dortmund

Auf dem Gelände des ehemaligen Heilpädagogischen Heims an der Zillestraße in Hombruch entsteht ein neues Wohngebiet. Die erforderliche Erschließungsstraße brauchte nun einen Namen.

Die Fraktionen der Bezirksvertretung stimmten dem im Raum stehenden Vorschlag zu: „Ewige Teufe“ wird die neue Straße heißen und damit an die Bergbauvergangenheit des Gebiets erinnern.

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„Angesichts der im umliegenden Gelände erkennbaren Spuren des früheren Bergbaus - Halde der ehemaligen Zeche Glückauf Tiefbau, Schacht Gotthelf - und der in unmittelbarer Nähe der neuen Straße bereits vorhandenen Straßennamen, wird mit der vorliegenden Straßenbenennung an die Bergbaugeschichte des Stadtbezirks Hombruch angeknüpft“, heißt es in dem Vorschlag der Verwaltung.

Abbau bis in unbegrenzte Tiefe

Ewige Teufe - der bergmännische Name für Tiefe - passt deshalb so gut, weil in diesem Feld unter anderem Abbaurechte bis zur ewigen Teufe (unbegrenzte Tiefe) eingeräumt wurden.

Der Erbstollen der Zeche Glückauf Tiefbau gehörte zu den bedeutsamsten seiner Art im gesamten Ruhrbezirk. Aus ihm entstand unter anderem die Doppelschachtanlage „Gotthelf“ und „Traugott“. Der mit zwei Dampfmaschinen ausgerüstete Schacht Gotthelf war mit 240 Metern der tiefste in der damaligen Grafschaft Mark.

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