Hooligan-Verdacht: Dortmunder bei Massenschlägerei nach Kampfsport-Event festgenommen

Polizei

Erst haben sich professionelle Sportler in der Halle geprügelt, dann haben‘s Fans draußen nachgemacht. Am Rand eines Kampfsport-Events in Oberhausen gab es einen riesigen Polizeieinsatz.

Dortmund

, 19.11.2019, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die „German MMA Championship“ fand am 9. November in der Oberhausener König-Pilsener-Arena statt. MMA steht für Mixed Martial Arts, eine spezielle Art Kampfsport im Käfig.

Im Anschluss an die Veranstaltung gingen bei der Polizei zahlreiche Notrufe ein: Dutzende Personen prügelten sich auf einem nahegelegenen Parkplatz in einer regelrechten Massenschlägerei. Jetzt fahnden die Ermittler öffentlich und suchen Videoaufnahmen, Fotos und Zeugen.

Zahlreiche Verdächtige flüchteten, als sie die Polizei sahen

Alle verfügbaren Streifenwagenbesatzungen der Stadt, unterstützt von weiteren sofort alarmierten Kräften aus umliegenden Polizeibehörden, eilten an dem Samstagabend zum Tatort. „Als die ersten Streifenwagen eintrafen, flüchteten zahlreiche Tatverdächtige über die umliegenden Fußwege und Straßen“, so die Polizei.

Drei bereits polizeibekannte Tatverdächtige aus Köln und Dortmund (Alter zwischen 23 und 28 Jahren) wurden von den Polizisten, die teilweise Pfefferspray einsetzten, vorläufig festgenommen. Ob es sich um einen oder zwei Dortmunder handelte, konnte die Pressestelle der Polizei am Dienstagabend nicht mitteilen.

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Ein Tatverdächtiger hatte sich während des Polizeieinsatzes in einem Auto verbarrikadiert. Die Beamten schlugen daraufhin die Scheiben des Wagens ein und nahmen den Mann (23 Jahre) dann ebenfalls vorläufig fest.

Eine Ermittlungskommission der Polizei Oberhausen hat die Untersuchung dieser Straftat übernommen. Sie war bereits mit der Aufklärung einer anderen Hooligan-Massenschlägerei am Bahnhof Oberhausen-Sterkrade beauftragt. Dort fand die Tat mit mehr als 70 Beteiligten in der Nacht zum 1. Oktober statt.

Die Polizei geht von Gewalttätern aus der Hooligan-Szene aus

Nach jetzigem Sachstand könnte es sich auch bei den Tatverdächtigen von der König-Pilsener-Arena um Gewalttäter aus der Hooligan-Szene handeln. Nach Auskunft der Polizei-Pressestelle äußern sich die Festgenommenen nicht kooperativ.

Die Polizei wisse aktuell nicht sicher, ob die Massenschlägerei spontan entstand oder ob sie verabredet war. Allerdings hatten die Männer „Gegenstände dabei, die man üblicherweise nicht als Zuschauer einer Sportveranstaltung mitbringt“, heißt es von der Polizei.

Hinweise zur Aufklärung der Geschehnisse nimmt die Ermittlungskommission der Polizei unter der Telefonnummer 0208-8260 oder per E-Mail an EK-Rampe.Oberhausen@polizei.nrw.de entgegen.

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