Horror-Ausfahrt A 40: „Wo ist das Problem, hier eine provisorische Ampel aufzustellen?“

hzVerkehr in Dortmund

Erst 2021 soll die geplante Ampelanlage an der gefährlichen A40-Ausfahrt in Lütgendortmund in Betrieb gehen. Die Bürger sind genervt und fragen sich, warum die Stadt nicht schneller handelt.

Lütgendortmund

, 19.12.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Enttäuschung, Frust, Wut, Zynismus: Sehr emotional reagieren viele Bürger auf den neuen Zeitplan zur Entschärfung der gefährlichen Kreuzung an der A40-Ausfahrt in Lütgendortmund. Erst 2021 soll die Ampelanlage in Betrieb gehen. Viel zu spät, so der allgemeine Tenor.

Auch auf Facebook wird das Thema ausgiebig diskutiert. Viele sind von Oberbürgermeister Ullrich Sierau enttäuscht, der die Ampel für Ende 2019 versprochen hatte.

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„Einfach nur lächerlich, für alles ist Geld da, nur nicht für die Sicherheit der Bürger. Wo ist das Problem, hier eine provisorische Ampel aufzustellen?“, lautet ein Kommentar. Ein anderer: „Was zum Teufel dauert so lange, um eine doofe Ampel aufzustellen?“

„Man sollte die ganze Kreuzung lahmlegen“

Bei manchem sitzt der Frust tief: „Ist anscheinend noch nichts Schlimmes geschehen, sonst würde man sofort handeln. Bin es so leid, ständig von unfähigem Handeln zu lesen.“ Zynisch geht es weiter: „Sollte man mal die ganze Kreuzung lahmlegen, nur mal so eine Idee.“

Ein anderer schreibt: „Es sind schon genug Unfälle mit zum Teil erheblich Verletzten passiert. Das Wort des OB, nun ja, darauf kann sich jeder selbst einen Reim machen.“

Horror-Ausfahrt A 40: „Wo ist das Problem, hier eine provisorische Ampel aufzustellen?“

An der A40-Ausfahrt Lütgendortmund haben sich in der Vergangenheit einige schwere Unfälle ereignet. © Reiner Uhlenbrock

Auch Vorschläge machen die Bürger, wie es sogar mit einem Kreisverkehr schneller gehen könnte. Denn die Ampelanlage ist laut Stadt nur eine Übergangslösung: „Die Ausfahrt im Sommer vier Wochen sperren und einen vernünftigen Kreisverkehr bauen. Die Holländer bauen in der Zeit mindestens zwei Kreisverkehre.“

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Stadt: Provisorische Ampel an der A40-Ausfahrt ist zu teuer

Diese Redaktion hat die drängendsten Fragen an die Pressestelle der Stadt weitergeleitet. Zum Thema Kreisverkehr schreibt Stadtsprecher Christian Schön: „Ein Kreisverkehr würde einen erheblich höheren baulichen Aufwand bedeuten und mehr Fläche in Anspruch nehmen.“

Da die Randbedingungen (sechsstreifiger Ausbau der A 40 und Gewerbeentwicklung in Bochum) für einen Bestand der Anschlussstelle an dieser Stelle noch nicht endgültig geklärt seien, habe man sich für eine schnellere kostengünstige Variante entschieden (Ertüchtigung der vorhandenen Kreuzung), so Schön.

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Zum Thema provisorische Ampel heißt es: „Eine provisorische Ampel wird gemietet und ist daher nach kurzer Zeit recht teuer. Eine Signalisierung der Kreuzung Wilhelmshöh ohne einen Ausbau mit Abbiegespuren bringt nicht die erforderliche Leistungsfähigkeit der Kreuzung. Es ist daher die wirtschaftlichste Lösung, die Kreuzung wie geplant zu ertüchtigen und eine dauerhafte Signalanlage aufzustellen.“

Zum neuen Zeitplan äußert sich Christian Schön so: „Wenn der Ausbau der Kreuzung im August 2020 beginnt, wird die Fertigstellung und somit die Nutzung der Signalanlage erst Anfang 2021 sein.“

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