Horror-Jahr für Haus-Bewohner: Erst Fast-Explosion, dann Brandstiftung

hzPolizei ermittelt

Eine manipulierte Gasleitung im Januar, ein Kellerbrand im Oktober: Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses erleben im Jahr 2020 gleich zwei Albträume. Auch die Nachbarschaft ist aufgewühlt.

Oespel

, 20.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstagvormittag (17.10.) sitzt der Schock noch tief. Nicht nur der Kellerbrand vom Vortag wühlt viele Menschen in Oespel auf. Sie sind auch deshalb fassungslos, weil es Unbekannte ein zweites Mal innerhalb weniger Monate auf dasselbe Mehrfamilienhaus im Ortskern abgesehen haben.

Denn erst im Januar 2020 sind die Mieter an der Borussiastraße 2 nur knapp einer Katastrophe entgangen. Damals hatte ein Donetz-Mitarbeiter zufällig eine manipulierte Gasleitung entdeckt und eine mögliche Explosion verhindert. „Ein Funke wäre ausreichend gewesen, um das explosive Luft-Gasgemisch zu entzünden“, sagte Anfang Februar Sandra Lücke von der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber dieser Redaktion.

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Die Menschen im Stadtteil fragen sich seit vergangenem Freitag: Haben hier dieselben Täter zugeschlagen wie im Januar? Oder hat sich der Feuerteufel, der für die seit März andauernde Kellerbrand-Serie im Dortmunder Westen verantwortlich ist, zufällig das Mietshaus samt Kiosk ausgesucht?

Zumindest passen Ort und Zeit ins Schema des Serientäters, der bislang immer in den frühen Morgenstunden und in den Kellern von Mehrfamilienhäusern sein Unwesen getrieben hat.

Polizei sucht dringend Zeugen

Die Polizei, sagt Pressesprecherin Nina Kupferschmidt auf Anfrage, ermittle in alle Richtungen. Zum jetzigen Zeitpunkt könne sie nicht sagen, ob überhaupt ein Zusammenhang zur Tat im Januar oder zur Brandserie besteht. „Vielleicht war es auch ein Täter ganz unabhängig davon“, so die Polizeisprecherin.

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Neue Erkenntnisse zum Oespeler Kellerbrand, bei dem die Feuerwehr unter anderem eine Frau und ihre drei Hunde über die Drehleiter retten musste, gibt es am Montag (19.10.) nicht. Nach wie vor geht die Polizei von Brandstiftung aus, Zeugen werden weiterhin dringend gesucht. Sie können sich an den Kriminaldauerdienst unter Tel. 0231/132-74 41 wenden.

„Hoffentlich kriegen sie die Täter endlich“

„Hoffentlich kriegen sie die Täter endlich“, sagt eine sichtlich mitgenommene Kundin am Samstagvormittag beim Blumen-Kauf. Sie könne es nicht fassen, „dass gerade so viel Schreckliches in Oespel passiert.“ Mit den betroffenen Mietern habe sie großes Mitleid. „Erst die Sache mit dem ausströmenden Gas und jetzt das Feuer.“ Glücklicherweise sei in beiden Fällen niemand ernsthaft verletzt worden.

Auch Bewohner in anderen Mehrfamilienhäusern in Oespel werden zunehmend unruhig. „Ich kontrolliere jeden Abend, ob unsere Haustür richtig verschlossen ist“, so ein Student (25), der nur einen Steinwurf vom Brandhaus entfernt wohnt. Er habe große Angst, vor allem auch deshalb, weil er im Dachgeschoss wohne und der Weg nach draußen weit sei.

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