Nach vier Wochen Pause: Entlaufene Hündin Emma soll gesehen worden sein

hzVermisstes Tier

Die im Februar in Dortmund ausgebüxte Golden-Retriever-Hündin Emma soll erneut gesichtet worden sein. Die Besitzerin gibt nicht auf – weil Hunde in der freien Natur durchaus überleben können.

Aplerbeck

, 23.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zeitweilig suchte das halbe Ruhrgebiet nach der Golden-Retriever-Hündin Emma, die am 8. Februar an einem Aplerbecker Waldparkplatz ausgebüxt war. Nach dem Verschwinden wurde das zweijährige Tier vor allem in Herne wochenlang immer wieder gesichtet, doch zuletzt war es ruhig um Emma geworden.

Nun darf die Besitzerin Estrella Burgemeister erneut Hoffnung schöpfen: Nach gut vier Wochen soll die Hündin in der Nacht auf den 19. Mai erstmals wieder gesehen worden sein – einmal mehr in Herne.

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Aufgestellte Kamera filmte nur Fuchs und Katze

Am Dienstag (19. Mai) hatte Burgemeister eine neue Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter: Ein frei laufender Golden Retriever sei gesichtet worden. Noch am selben Tag machte sich die Dortmunderin auf den Weg nach Herne, stellte am Ort der Sichtung einen Futterteller auf und installierte eine Kamera. Vergebens. „Außer einem Fuchs und einer Katze war nichts zu sehen“, beschreibt Burgemeister die Aufnahmen.

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Und so vermag die Dortmunderin – wie schon bei den vorangegangenen Meldungen – auch diesmal nicht zu sagen, ob es sich bei dem Hund tatsächlich um Emma handelte: „Denn es gab ja nie ein Foto.“ Bei der neuerlichen Sichtung ebenso wenig wie zuvor in verschiedenen Dortmunder Stadtteilen, in Unna oder in Schwerte.

Aufgeben gilt nicht

Doch aufgeben will sie nach wie vor nicht, zumal die heißeste Spur tatsächlich nach Herne führt. Kurz nach ihrem Verschwinden sei Emma bereits ganz in der Nähe des nun gemeldeten Ortes erblickt worden: „Und es war immer im Umkreis von sieben oder acht Kilometern.“

Tage- und nächtelang sei sie deshalb schon in der Stadt westlich von Dortmund unterwegs gewesen und den Hinweisen auf die Hündin nachgegangen, erzählt Burgemeister. Dort gebe es ausreichend von der Natur geprägte Gebiete, in der sich der Vierbeiner theoretisch aufhalten könne: „Vielleicht hat sie dort ja ein gutes Versteck gefunden.“

Denn möglich sei es durchaus, dass ein Hund so lange allein überlebe, erfuhr die Dortmunderin inzwischen: „Das habe ich vorher auch nicht geglaubt, aber ein Hund kann sich in der freien Natur unter anderem von Mäusen, Pferdeäpfeln oder auch Katzenfutter ernähren, das an vielen Plätzen aufgestellt wird.“

Wesen vermutlich verändert

Aber ist es tatsächlich Emma, die nach vier Wochen plötzlich wieder auftauchte? Burgemeister weiß es schlichtweg nicht. Sollte es sich aber um ihre Hündin handeln und diese tatsächlich gefunden werden, geht die Dortmunderin von einer anfänglichen Wesensänderung aus: „Sie wird uns zunächst wahrscheinlich nicht mehr erkennen.“

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Wer meint, Emma gesehen zu haben, kann sich bei Estrella Burgemeister unter der Telefonnummer 0162/4733255 melden.

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