„Ich habe Corona“ - Mann hustet in Richtung einer Bahnmitarbeiterin

Bundespolizei

Ein Mann wurde im Hauptbahnhof festgenommen, weil er mit angeblicher Coronavirus-Infektion lautstark in Richtung einer Bahnmitarbeiterin gehustet haben soll.

Dortmund

30.04.2020, 12:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 40-jähriger Bochumer hat am Mittwochmittag (29. April) in einer S-Bahn in Richtung einer Mitarbeiterin der Bahn gehustet und behauptet, er sei mit dem Coronavirus infiziert. Der Vorfall löste einen Einsatz im Dortmunder Hauptbahnhof aus. Das berichtet die Bundespolizei.

Gegen 14 Uhr seien Bundespolizisten zu einer S-Bahn im Dortmunder Hauptbahnhof gerufen worden.

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Bei einer vorherigen Überprüfung der Fahrkarten soll der 40-Jährige, vermutlich um der Kontrolle zu entgehen, sich eine Maske vom Gesicht genommen und lautstark in Richtung der Bahnmitarbeiterin und weiterer Fahrgäste gehustet haben. Zudem soll er behauptet haben, „Corona“ zu haben.

Wagen außer Betrieb gesetzt

Der Mann sei von Bundespolizisten in Gewahrsam genommen worden. Dort sei Rücksprache mit den Gesundheitsämtern in Dortmund und Bochum gehalten worden. Ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe demnach bei dem Mann nicht.

Dennoch sei der betroffene Wagen der S-Bahn von der Bahn vorsorglich außer Betrieb gesetzt und gereinigt worden. Gegen den bereits polizeibekannten Mann sei ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung und des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet worden.

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