Arbeitsmarkt

Immer mehr Arbeitslose in Dortmund: Agentur nennt drastische Zahlen

Die Corona-Krise lässt die Arbeitslosenquote in Dortmund weiter steigen. Besonders in der Jugendarbeitlosigkeit ist die Pandemie zu merken – doch für den Ausbildungsmarkt gibt es Hoffnung.
Für Mai vermeldet die Agentur für Arbeit erneut einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Dortmund. © Archiv

Der Arbeitsmarkt gerät durch die Corona-Pandemie immer weiter unter Druck. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen ist im Juli in Dortmund – wie schon in den Vormonaten – weiter gestiegen.

Die Arbeitslosenquote in Dortmund liegt laut der Agentur für Arbeit mittlerweile bei 12 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch im Juni. Vor einem Jahr, im Juli 2019, lag die Quote noch bei 10,1 Prozent.

Sowohl 2018 als auch 2019 gab es sogar Phasen, in denen die Arbeitslosenquote in Dortmund unter die Marke von 10 Prozent gefallen war. Im Jahresdurchschnitt für 2019 war sie nur knapp darüber. Davon ist man im Corona-Jahr 2020 wieder weit entfernt.

In absoluten Zahlen heißt das: Im Juli 2020 waren in Dortmund 38.290 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 693 Personen mehr als vor einem Monat und ganze 6.251 Personen mehr als vor einem Jahr.

Und das obwohl die Agentur für Arbeit auch mehr Menschen als noch im Vormonat meldet, die in einen Job einsteigen konnten. Doch die Zahl der neuen Arbeitslosen übersteigt diese Zahl deutlich.

Schock noch „verhältnismäßig gut verkraftet“

„Der Arbeitsmarkt in Dortmund steht weiterhin deutlich unter dem Einfluss der Pandemie“, lässt sich Arbeitsagentur-Chefin Heike Bettermann in einer Mitteilung dazu zitieren.

„Dennoch hat der Arbeitsmarkt in Dortmund trotz der deutlich in der Arbeitslosigkeit sichtbaren Folgen der Corona-Pandemie den durch sie ausgelösten Schock verhältnismäßig gut verkraftet“, meint sie.

Es hätte demnach noch wesentlich schlimmer kommen können. Grund dafür, dass es nicht so ist, seien die schnell umgesetzten Stützmaßnahmen wie das Kurzarbeitergeld.

Weniger Stellen, mehr Arbeitslose

Mit hinein spielt außerdem, dass es im Juli schlichtweg weniger Stellen gab. Der Agentur für Arbeit wurden lediglich 875 neue Stellen gemeldet. Im Vormonat waren es 195 Stellen mehr. Im Juli 2019 sogar 559 mehr. Somit seien auch klassische Einstiegswege in das Berufsleben weggefallen – wie etwa viele Stellen in der Zeitarbeit oder viele befristete Anstellungen.

Deshalb zeigen sich die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt laut Arbeitsagentur in der Jugendarbeitslosigkeit.

Endspurt am Ausbildungsmarkt verschiebt sich

„Die Arbeitslosigkeit der Unter-25-Jährigen liegt mit 3.756 jungen Menschen deutlich über dem Vorjahr“, sagt Bettermann. „Dennoch ist es ein Mythos, dass es keine Ausbildungsplätze in diesem Jahr gibt,“ betont sie. Der Ausbildungsmarkt hänge sogar rund sechs bis acht Wochen in der Besetzung freier Stellen zurück.

„Der finale Endspurt am Ausbildungsmarkt wird sich daher in diesem Jahr nicht wie üblich im August abspielen, sondern auch in die Zeit der Nachvermittlung ziehen“, meint die Agenturchefin.

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