Neue Pächter: In der Garten-Kneipe zapft ein bekanntes Gastronomen-Paar

hzKleingarten-Gastronomie

Mehr als ein halbes Jahr war das Lokal geschlossen. Nun hat das Vereinsheim des Kleingartenvereins Nette neue Pächter. Und die sind im Stadtbezirk keine Unbekannten.

Nette

, 17.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kleingärtner genießen nach getaner Arbeit wieder ein gezapftes, kühles Pils. Vereine haben wieder einen Versammlungsort, Familien einen beliebten Ort für runde Geburtstage und Ehejubiläen. Bereits Anfang Dezember hat ein Pächter-Ehepaar das Vereinsheim des Kleingartenvereins Nette übernommen.

Im Frühsommer 2019 stieg die langjährige Pächterin aus. Der Verein renovierte die Immobilie. Alexander Beckmann-Olschowka, Verkaufsleiter der Dortmunder Brauereien, kannte ein Gastronomen-Paar, das eine neue Herausforderung suchte.

„Das ging dann ganz schnell“, erzählt Sigrid Brand. Innerhalb weniger Tage unterzeichnete Ehemann Willi den Pachtvertrag und beantragte die Schankerlaubnis für die nicht nur bei Kleingärtnern beliebten Kneipe.

Willi und Sigrid Brand sind in der Gastronomie des Stadtbezirks keine Unbekannten. Sie waren vor Jahren die Wirtsleute der Bodelschwingher Schmiede. Zuletzt betrieben sie das Vereinheim des Mengeder Tennisclubs.

Vereinsheim ist Treffpunkt für Gemeinschaften und Gruppen

Jeden Donnerstagabend kommt nun eine Tippgemeinschaft zu ihnen an die Haberlandstraße, einmal im Monat trifft sich freitags eine Spielegruppe. „Unsere Siedlergemeinschaft kann ihre Jahreshauptversammlung wieder hier abhalten“, sagt ein Gast am Tresen. „Hier ist ja sonst nichts, seitdem der Heidekrug weg ist.“

Denn das Vereinsheim verfügt über einen kleineren und einen großen Saal. Und ist damit auch bestens für Familienfeiern geeignet. „Wer einen Saal braucht, kann da rein“, betont Sigrid Brand.

Neue Pächter: In der Garten-Kneipe zapft ein bekanntes Gastronomen-Paar

Sigrid Brand steht gemeinsam mit ihrem Mann Willi seit Dezember am Zapfhahn Garten-Kneipe. © Uwe von Schirp

Einen Unterschied zu früheren Jahren gibt es allerdings: „Wir machen die Bewirtung.“ Heißt: Willi und Sigrid Brand versorgen die Gäste mit Getränken, die dann an die üblichen Preise der Gaststätte gebunden sind. „Dafür nehmen wir keine Saalmiete.“ Beim Essen haben die Festgesellschaften dagegen freie Wahl: Sie können einen Caterer beauftragen oder das Essen selber zubereiten und mitbringen.

Zum Bier gibt‘s eine hausgemachte Frikadelle

Die Gäste können allerdings auch Sigrid Brand fragen: „Ich mache auch Grünkohl, Gulasch oder Sauerbraten.“ Bodenständige Küche soll es bald auch sonntags geben. Jetzt, außerhalb der Gartensaison, bieten die Brands „bierbegleitende Speisen“ an – also Currywurst oder Frikadelle. Die bereitet die Wirtin selbst zu. „Bei mir gibt‘s nur das, was mir selber schmeckt“, erklärt sie überzeugend.

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Eigentlich sind Sigrid und ihr Mann Willi Brand im Rentenalter. „Wenn man aber immer mit Menschen zu tun hatte, vermisst man etwas“, sagt die 66-Jährige.

Beide denken nicht ans Aufhören und sind mit den ersten Wochen in Nette zufrieden. Zurzeit haben sie erst ab 17 Uhr geöffnet, während der Gartensaison soll es um 10 Uhr losgehen. Mittwochs ist Ruhetag.

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