Dirk Heywinkel musste sich bei seinem Besuch am Impfzentrum ärgern. © Foto: privat / Montage: Klose
Corona-Impfung

In der Warteschlange übergangen: Dortmunder ärgert sich über Impfzentrum

Dirk Heywinkel musste knapp eine Stunde auf seine Corona-Impfung warten - obwohl er einen Termin hatte. Während andere Impflinge schneller drankamen, obwohl sie hinter ihm in der Schlange standen.

Ein Impftermin ist für viele ein Tag voller Erwartungen, der lange im Voraus geplant wird. So wohl auch für Dirk Heywinkel (49). Er hatte am 9. Juli seinen Termin für die Zweitimpfung. Drei Wochen vorher er ihn ausgemacht. In der Warteschlange vor dem Impfzentrum musste er dann allerdings erstmal eine ärgerlich Überraschung hinnehmen.

„Um 15.45 Uhr hatte ich meinen Termin“, erzählt Heywinkel einige Tage später. „Fünf Minuten früher war ich am Impfzentrum. Es waren draußen zwei lange Schlangen vor dem Eingang.“ Eine sei für Impfungen mit dem Mittel von Biontech gewesen, eine für solche mit dem Mittel von Moderna. Insgesamt, so Heywinkel haben etwa 100 Personen dort gewartet.

Der 9. Juli war ein besonderer Freitag im Impfzentrum. Es war der erste Tag, an dem auch Menschen ohne Termin dort eine Impfung bekommen konnten. Und das ist wichtig, für das, was Dirk Heywinkel dann passierte.

„Ich durfte die dann vorbei lassen“

„Es hat etwa eine halbe Stunde gedauert, bis ich am Zelteingang war. Im Zelt selbst war die Schlange ebenfalls lang“, berichte dieser weiter. Der Impftermin um 15.45 Uhr ist da bereits verstrichen. Die Wartezeit sollte allerdings noch weiter gehen.

„Einer von den Bundeswehrsoldaten hat dann gerufen, ob Personen da sind, die keinen Termin haben.“ Darauf hin haben sich, so Heywinkel, einige Menschen gemeldet – auch solche, die hinter ihm in der Warteschlange standen. Und die seien dann nach vorn gerufen worden. „Ich durfte die dann vorbeilassen“, so Heywinkel.

„Ich habe mich schon ein bisschen geärgert, Leute vorbeizulassen, die keinen Termin hatten“, erzählt Dirk Heywinkel. Er selbst habe dann auch noch eine Weile warten müssen, bis er an der Reihe gewesen sei. „Gegen 16.35 Uhr bin ich dann dran gekommen“, sagt er. Also knapp eine Stunde später als geplant.

Separater Einlass für Menschen ohne Termin

Verantwortlich für die Organisation des Impfzentrums ist die Dortmunder Stadtverwaltung. Sie liefert auf Nachfrage eine Erklärung für das Ärgernis.

Zu Stoßzeiten konnten sich demnach nicht alle Menschen, die einen Termin hatten, sofort am Eingang melden. Das sei in den Monaten zuvor anders gewesen. Um die Anmeldungen für Menschen ohne Termin zu beschleunigen und so die Wartezeiten für beide Gruppen zu begrenzen, sei ein separater Einlass für für Menschen ohne Termin geöffnet worden.

Das ungewöhnliche Erlebnis von Dirk Heywinkel lässt sich also vermutlich damit erklären, dass der Andrang am ersten Tag ohne Termin-Pflicht besonders groß war und das Impfzuentrum darauf mit einer spontanen Änderung des Einlass-Konzepts reagiert hat.

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Redaktion Dortmund
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