Interaktive Karte zeigt, wie Ihre Nachbarschaft gewählt hat

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Über 200.000 Dortmunder haben bei der Kommunalwahl gewählt. Doch wie waren die Ergebnisse in Ihrer Nachbarschaft? Wir zeigen, wie in Dortmunds 386 Wahllokalen abgestimmt worden ist.

Dortmund

, 17.09.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es dauerte ungewöhnlich lange: Mit einigen Tagen Verzögerung hat die Stadt Dortmund am Mittwoch die Ergebnisse der Kommunalwahl auf Wahllokalebene veröffentlicht.

Diese Ergebnisse sind für viele Bürger besonders interessant, da sie zeigen, wie die eigene, unmittelbare Nachbarschaft abgestimmt hat. Doch aufgrund der geringen Anzahl der Stimmen fallen dort auch kleinere Fehler in den Daten stark ins Gewicht.

Deshalb wollte das Wahlteam der Bürgerdienste - anders als bei vorherigen Wahlen - dieses Mal die Ergebnisse der 386 Wahllokale im Stadtgebiet erst auf Herz und Nieren prüfen, bevor es sie der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Die Ergebnisse der beiden wichtigsten Wahlen - der Rats- und der OB-Wahl - geben einen interessanten Blick auf die politische Seele der Stadtteile und Quartiere Dortmunds.

Die Ergebnisse der Ratswahl 2020 in Dortmund auf Wahllokal-Ebene:

Zoomen Sie in die Karte hinein, um ihr Wahllokal zu finden. Orientieren Sie sich an den großen Straßen auf der Karte, um Ihre Nachbarschaft zu entdecken. Wenn Sie sie gefunden haben, klicken Sie auf die eingefärbte Fläche für mehr Informationen

Während in großen Teilen von Dortmunds Norden immer die SPD die stärkste Kraft ist, gleicht der Süden eher einem rot-grün-schwarzen Flickenteppich. Die südliche Innenstadt ist inzwischen größtenteils in der Hand der Grünen, während die CDU vor allem im tiefen Süden und Südosten ihre Hochburgen hat.

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Auch die Linke hat zwei Wahllokalbezirke gewonnen: Im Süden des Nordmarkts und am Keuningpark hat sie die meisten Stimmen gesammelt.

Die Ergebnisse der OB-Wahl in Dortmund auf Wahllokal-Ebene:

Etwas farblich „aufgeräumter“ sieht die politische Landkarte Dortmunds bei der ersten Runde der OB-Wahl aus: Auffällig stark verschwindet das Grün von der Karte - bei der Frage, wer das Stadtoberhaupt werden soll, tendierten dann doch mehr Dortmunder zum Sozialdemokraten Thomas Westphal.

Besonders deutlich ist das am ehemaligen Arbeiterstadtteil Hörde zu sehen: Er leuchtet wie in der - zumindest für die SPD - guten alten Zeit durchgängig in rot, während bei der Ratswahl mehr Menschen ihr Kreuz bei den Grünen und der CDU machten.

Doch gleichzeitig sollte man dieses Bild des politischen Mikrokosmos in Dortmunds Stadtteilen nur mit Vorsicht genießen: Schließlich fehlen in den Wahllokal-Ergebnissen die gut 100.000 Briefwähler, die ihre Stimme eben nicht im Wahllokal, sondern per Post abgegeben haben. Sie wurden gesondert ausgezählt und dafür intern in Briefwahlbezirke aufgeteilt.

Alle Ergebnisse in Listenform - auch jene der Briefwahlbezirke - gibt es auf der Internetseite der Stadt Dortmund.

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