Unter einem Wert von 165 wäre Terminshopping (Click and meet) wieder möglich. Das sieht die Bundes-Notbremse vor - allerdings erst, wenn der Wert einige Tage unter dieser Marke liegt. © Stephan Schuetze
Coronavirus

Inzidenz in Dortmund sinkt deutlich unter 150: Lockerungen bald möglich

Die Inzidenz für Dortmund fällt weiterhin schnell: Der entscheidende RKI-Wert liegt noch deutlicher unter der 150er-Marke als erwartet. Damit rücken weitere Lockerungen näher.

Vor eineinhalb Wochen schwankte die Inzidenz in Dortmund noch rund um die 200er-Marke, jetzt liegt sie bereits bei unter 150 – sogar noch etwas deutlicher, als von der Stadt am Dienstag berechnet.

Das RKI, dessen Werte die entscheidende Grundlage für die Maßnahmen der momentan greifenden „Bundes-Notbremse“ sind, meldet am Mittwoch (12.5.) einen Wert von 139,7 – die Stadt hatte am Dienstag (11.5.) 141,9 vorausberechnet.

Weil das RKI die gemeldeten Corona-Fälle aus den Städten und Kreisen einer Plausibilitätsprüfung unterzieht, kommt es immer wieder zu diesen leichten Abweichungen. Denn gemeldete Fälle gehen teils erst verzögert in die offizielle Berechnung ein.

Unter 150er-Marke: Lockerungen für den Handel

Mit dem Wert unter 150 rücken auch weitere Lockerungen in Sicht: Die Bundes-Notbremse sieht vor, dass dann das Shoppen mit Termin (Click and meet) wieder möglich ist.

Die Inzidenz muss dafür allerdings an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dieser Marke liegen. Laut Aussage von Stadtsprecher Maximilian Löchter kann dann erst am übernächsten Tag der Einzelhandel öffnen. Da am Donnerstag (13.5.) mit Christi Himmelfahrt ein Feiertag ansteht, wäre eine Öffnung der Geschäfte also frühestens am Donnerstag (20.5.) möglich. Jedoch muss das Land NRW im Fall des Falles per Allgemeinverfügung den Öffnungstag bestimmen.

Für Schulen und Kitas gilt anderer Wert

Für die Rückkehr in den Präsenzunterricht an den Schulen und das Ende der Notbetreuung in den Kitas liegt die Inzidenz-Schwelle bei 165. Der erste Werktag unter dieser Marke war Montag (10.5.). Eine Öffnung ist daher erst in der kommenden Woche möglich.

Für die Ausgangssperre, die weiterhin zwischen 22 und 5 Uhr greift, ist der Inzidenz-Wert 100 entscheidend. In Dortmund liegt die Inzidenz seit der letzten März-Woche deutlich über diesem Wert – mit einer Ausnahme am 6. April.

Inzidenz fällt, weniger Patienten in den Krankenhäusern

Die Tendenz der vergangenen Tage lässt aber hoffen: Anfang Mai schwankte der Wert noch um die 200. Der Höchstwert der dritten Welle datiert mit über 220 vom 22. April.

Auch die Zahl der stationär behandelten Covid-19-Patienten entwickelte sich zuletzt positiv: Waren am 27. April noch 171 Menschen mit Covid-19-Infektion in den Krankenhäusern in Behandlung (davon 39 auf Intensivstation und davon 31 beatmet) sind es aktuell 136 (31/27).

Anmerkung der Redaktion (12.5., 15 Uhr): In einer ersten Version dieses Textes haben wir nach eigenen Berechnungen den kommenden Mittwoch (19.5.) als frühesten Öffnungstag benannt. Laut Stadt geht das jedoch frühestens erst ab Donnerstag (20.5.)

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1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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