Bezirksvertreter geben Fundamental-Widerstand gegen Straßensperrung auf

hzBahnübergänge

Über die Westhusener Straße erreicht man die Erpinghofsiedlung, die Hansa-Grundschule und das Karl-Exius-Haus. Gegen eine Schließung der Straße hat es Widerstand gegeben. Bis jetzt.

Jungferntal-Rahm

, 16.11.2020, 11:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Huckardes Bezirksvertreter haben sich vom Schock der Juni-Sitzung erholt. Damals waren sie von einer Eingabe überrascht worden. Sie sollten ihre Zustimmung für die Schließung des Bahnübergangs Westhusener Straße und damit die Abriegelung der wichtigen Verkehrs-Ader geben.

Doch statt einer Zustimmung oder Ablehnung machten die Ortspolitiker etwas, was es zuvor nie in der Geschichte des Stadtbezirks gegeben hatte: Sie verweigerten einen Beschluss.

Die wichtigste Zufahrt wird abgeschnitten

„Die Siedlung von der wichtigsten Zufahrt abzuschneiden, das geht gar nicht“, sagt Claudia Brückel (CDU). Deshalb waren die Bezirksvertreter zuerst vereint in dem Entschluss gegen der Plan der Deutschen Bahn zu kämpfen.

Doch mittlerweile ist November und die Politiker hatten Zeit, über eine Taktik nachzudenken. Das Resultat: Es soll keinen Widerstand gegen das Bahn-Projekt geben, aber man will in Verhandlungen von der Bahn so viele Zugeständnisse wie möglich einfordern.

Und das soll die Bahn liefern: Nördlich der Bahnlinie sollen die Westhusener und die Rahmer Straße verbunden werden, durch eine voll ausgebaute Straße. Bislang war nur ein beleuchteter Fuß- und Radweg im Gespräch.

Komplizierte Verkehrsführung

Diese Verbindungsstraße würde dann direkt am Bahnhof Do-Rahm vorführen. Dort will man einen P+R-Parkplatz, so Stefan Keller, der Chef der SPD-Fraktion. Und für die Verkehrsführung möchten die Huckarder auch eine Lösung.

Dort, wo jetzt die Autos parken, soll die Verbindungsstraße auf die Rahmer Straße treffen. Das wird in Zusammenhang mit dem Bahnübergang eine schwierige Verkehrssituation.

Dort, wo jetzt die Autos parken, soll die Verbindungsstraße auf die Rahmer Straße treffen. Das wird in Zusammenhang mit dem Bahnübergang eine schwierige Verkehrssituation. © Holger Bergmann

Denn wenn die Verbindungsstraße gebaut wird, entsteht auf Höhe des Bahnübergangs Rahmer Straße eine komplizierte Abbiege-Situation, mit für Autofahrer schlecht einsehbaren Winkeln.

Wie man das lösen kann, wissen Claudia Brückel und Stefan Keller nicht, das wollen sie Verkehrsplanern überlassen. Die beiden wissen nur, dass eine ersatzlose Abriegelung der Westhusener Straße nicht geht.

Sperrung der Aspey-Straße

Nach Meinung der beiden wurde das gerade in den vergangenen Tagen klar, als die Aspey-Straße wegen einer Baustelle nicht mehr befahren werden konnte. Über die Aspey-Straße führt ebenfalls ein Bahnübergang und in den Plänen der Bahn dient die Aspey-Straße als Umleitung für den Verkehr, der nicht mehr über die Westhusener Straße fahren kann.

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„Wenn es dann so eine Baustelle gibt, müssen alle Anwohner, die Busse, der Rettungsdienst, alle, einen Umweg durch ganz Huckarde nehmen“, sagt Claudia Brückel. Für sie ist die Aspey-Straße deutlich zu eng, um diesen Verkehr aufzunehmen. Das liege auch an den parkenden Autos, die gebe es an der Westhusener Straße nicht.

Für wann die Bahn die Abriegelung der Westhusener Straße plant, steht noch nicht fest, also auch nicht, wann es zu Verhandlungen kommen kann.

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