Jetzt sollen auch Dortmunder Arbeitnehmer beim Klimastreik mitmachen

hzFridays for Future

„Fridays for Future“ und „Parents for Future“ planen für den 20. September einen weltweiten Streik - auch in Dortmund. Dieses Mal sollen auch Arbeitnehmer streiken, doch wie soll das gehen?

Dortmund

, 29.07.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich waren es Kinder und Jugendliche, die unter dem Banner „Fridays for Future“ auf die Straße gingen, um ihre Stimmen für eine bessere Klima-Politik zu erheben. Anfang 2019 kamen dann erwachsene Aktivisten, die „Parents for Future“, dazu. Allein dem ersten globalen Streikaufruf am 24. Mai folgten in Dortmund über 6000 Menschen. Für den 20. September ist nun der nächste weltweite Protesttag angesetzt. Und der soll so viele Menschen wie nie auf die Straße bringen. Nicht nur Kinder, Jugendliche und Eltern sollen dabei sein - sondern ebenfalls jeder Arbeitnehmer. Aber wie soll das an einem normalen Arbeitstag funktionieren?

Gespräche mit Unternehmen

Federführend bei der Streik-Organisation auf lokaler Ebene sind die Dortmunder Ortsgruppen von „Fridays for Future“ und „Parents for Future“. Auf die kommt in den nächsten Wochen noch eine gewaltige Menge Arbeit zu, wie Klima-Aktivist Luca Viert bestätigt. Der 20-jährige Mitbegründer von „Fridays for Future“-Dortmund: „Aktuell gibt es bereits einige Ideen, wie das funktionieren kann, dass Dortmunder Arbeitnehmer teilnehmen können. Nur einen flächendeckenden Streikaufruf können wir natürlich nicht starten, wir sind ja keine Gewerkschaft".

Wünschenswert sei es aber, wenn Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern zwei bis drei Stunden Zeit bekommen würden, um beim Aktionstag mitmachen zu können.

Ob nun verlängerte Mittagspausen infrage kämen, die Zeit eben nachgearbeitet werden müsse, oder Firmen ihren Mitarbeitern den ganzen Tag freigeben könnten, müssten die Unternehmen individuell bestimmen. „Die Planungen sind noch in einer sehr frühen Phase. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir vieletausend Menschen mobilisieren können", sagt Luca Viert. Bundesweit seien bereits 2700 Unternehmen mit an Bord, den Klima-Streik zu unterstützen. Vor Ort in Dortmund will man in dieser Woche damit beginnen, das Gespräch mit Arbeitgebern zu suchen. Unterstützung dabei leistet die Ortsgruppe „Parents for Future“.

Einzelhändler sollen schließen

„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dass möglichst auch viele Erwachsene an dem Streik teilnehmen. Organisatorisch ist das eine echte Herausforderung“, sagt Marc Schmitt-Weigand von „Parents for Future“-Dortmund. Hand in Hand wollten die Ortsgruppen deshalb jetzt mit Unternehmen, Verbänden und Kirchen ins Gespräch kommen.

„Eine weitere Idee ist es, die Betreiber der inhabergeführten Geschäfte in der Innenstadt dazu zu bewegen, mitzumachen und ihre Läden zwei oder drei Stunden dafür zu schließen“, so Schmitt-Weigand. Bis zum globalen Streik im September finden wie gewohnt freitags Streiks auf dem Friedensplatz in Dortmund statt.

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