„Vater“ des Steampunk bekommt eigenen Jules-Verne-Stammtisch in Dortmund

hzMarples in Huckarde

Phantastisch wird es Ende des Monats im Marples: Am 28. Juni (Freitag) wird um 19 Uhr der 1. Stammtisch des Jules-Verne-Clubs in Dortmund eröffnet. Die Nautilus spielt eine doppelte Rolle.

von Tobias Weskamp

Huckarde

, 26.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sich für Jules Verne interessiert, dürfte am 28. Juni (Freitag) ab 19 Uhr im Marples in der alten Mühle, Roßbachstraße 34, zum Jules-Verne-Stammtisch richtig sein. „Wir wollen in lockerer Runde plaudern und uns austauschen. Die Mitglieder des Jules-Verne-Clubs sollen sich untereinander kennenlernen, aber auch Fans und Interessierte, die nicht im JVC sind, sind willkommen“, kündigt Stefan Marniok an, der den Stammtisch für den Club ins Leben gerufen hat.

Im Ruhrgebiet finden sich viele Jules-Verne-Fans

„Im JVC gibt es bisher leider nur spärlich Treffen“, erzählt er. „Der Hauptgrund ist, dass die Mitglieder weit verstreut wohnen. Eine gewisse Menge lebt aber im oder nahe am Ruhrgebiet. Daher habe ich mich auch entschlossen, den Stammtisch in Dortmund stattfinden zu lassen“, erklärt der Ibbenbürener.

Auf das Marples kam er – natürlich – durch eine Jules-Verne-Veranstaltung. „Im April habe ich dort eine Lesung von Vernes Roman ‚20.000 Meilen unter dem Meer‘, in der das U-Boot Nautilus auftaucht, mit Drei-Gänge-Menü besucht. Auch beim Stammtisch der Sherlock-Holmes-Gesellschaft im Marples war ich“, beschreibt er. Bald war die Idee geboren, einen Stammtisch zu Jules Verne einzurichten. „Und das Marples mit seinem gemütlich ausgestatteten Salon eignet sich perfekt!“

Jules Vernes Schilderungen wirken hellseherisch

Jules-Verne-Fan ist Marniok schon lange. „Meine erste Begegnung mit Verne hatte ich mit etwa sechs Jahren mit dem Hörspiel ‚Die Kinder des Kapitän Grant‘. Die ersten Romane habe ich mit zwölf gelesen, ebenso die erste Biografie. Besonders imponiert hat mir, dass Verne scheinbar in die Zukunft sehen konnte. Heute weiß ich, dass seine Schilderungen schon damals auf Tatsachen basierten. Mein Lieblingsroman ist der eher unbekannte Roman Schwarz-Indien und meine Leidenschaft gilt nach wie vor den Jules-Verne-Hörspielen“, erzählt der 52-Jährige.

Gegründet wurde der Jules-Verne-Club im Jahr 2000 und hat derzeit über 110 Mitglieder im In- und Ausland. Er beschäftigt sich nicht nur mit Jules Vernes Leben und Werken, sondern auch mit Nachahmerliteratur, Filmen und Comics. Zweimal im Jahr erscheint die Clubzeitschrift Nautilus.

Stammtisch wird Jules Verne in all seinen Facetten beleuchten

Für den Stammtisch hat Marniok schon einiges geplant. „Zum Auftakt werde ich in einem kurzen Vortrag erläutern, warum Jules Verne als Vater der Science-Fiction und des Steampunk, eine Art Retrofuturismus aus der Sicht des 19. Jahrhunderts, gilt.“ Später könnte es um Hörspiele, Filme und Erstausgaben gehen. „Wir sind aber auch für andere Themen offen. Mal sehen, was die Besucher so wünschen“, ist Marniok gespannt.

Beim Stammtisch bezahlt jeder seinen Verzehr selbst. Um Reservierung unter stefan.marniok@gmx.de wird gebeten. Infos zum Club gibt es unter www.jules-verne-club.de.
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