Junge (8) findet 40 Euro - und bekommt 50 Euro Finderlohn

Taschengeld aufgebessert

Im April entdeckte ein achtjähriger Junge aus Brechten auf dem Evinger Platz in Eving 40 Euro. Das Geld überreichte er einem Polizisten. Der rechtmäßige Besitzer der 40 Euro hat sich noch nicht gemeldet. Dennoch erhielt der Junge einen Finderlohn. Von einer ihm unbekannten Frau aus Brackel.

DORTMUND

, 23.05.2017, 10:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Zwanziger gefunden und 50 Euro Finderlohn erhalten.

Zwei Zwanziger gefunden und 50 Euro Finderlohn erhalten.

Der 27. April 2017 im Dortmunder Stadtteil Eving: Der achtjährige Grundschüler spricht um 15 Uhr auf dem Evinger Platz einen Polizisten an. In seiner Hand hält er zwei 20-Euro-Scheine. Das Geld hat der Junge aus dem Nachbarstadtteil Brechten neben einem Supermarkt auf einer Wiese gefunden. "Das ehrliche Handeln ist dem Kind hoch anzurechnen", schrieb die Polizei, die beide Zwanziger nun aufbewahren muss. Meldet sich der Eigentümer nicht, erhält der Schüler die 40 Euro.

"Alle Hochachtung vor den Eltern"

Montag (22.5.2017) erhielt der ehrliche Finder dann einen Briefumschlag von einer Seniorin aus Brackel. Die schwer kranke Frau hatte den Zeitungsbericht über den ehrlichen Finder gelesen und war gerührt: "Diesem kleinen Kerl, der so ehrlich war, möchte ich 50 Euro zukommen lassen. Alle Hochachtung vor den Eltern, dass sie so ein wunderbares Kind haben", sagte sie sie unserer Redaktion.

In dem Umschlag: Ein handschriftlich verfasster Brief an den Jungen und ein 50-Euro-Schein. Der Finderlohn ist damit höher als der Wert der Fundsache selbst, was absolut selten ist. Erhält der Junge noch die 40 Euro, weil der rechtmäßige Besitzer das Geld nicht abholt, geht er unterm Strich mit 90 Euro aus der Sache heraus.

Name und Anschrift des Jungen nannte nach Rücksprache mit der Mutter die Dortmunder Polizei. Die Seniorin und Mutter und Sohn wollen anonym bleiben. Ein Mitarbeiter der Redaktion holte den Umschlag aus Brackel ab und überreichte ihn in Brechten dem Schüler und seiner Mutter. Anschließend bedankte sich der Schüler am Telefon bei der Frau aus Brackel. Er könne das Geld ganz gut gebrauchen.

 

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