„ImKerKer“: Dortmunder Häftlinge machen ihren eigenen Honig

JVA Dortmund

Die JVA Dortmund hat ein seit Anfang 2020 ein ganz besonderes Projekt. Die Häftlinge stellen ihren eigenen Honig her. Doch der ist nicht leicht zu haben.

Dortmund

, 09.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Mal gab es schon Honig aus dem Gefängnis: die Gefangenen der JVA Dortmund bei der Ernte.

Zwei Mal gab es schon Honig aus dem Gefängnis: die Gefangenen der JVA Dortmund bei der Ernte. © Ralf Bothge

Der Gedanke, in der JVA Dortmund eigenen Honig zu produzieren, sei im letzten Jahr entstanden, so Anstaltsleiter Ralf Bothge. „Da uns selbst die detaillierte Fachkunde fehlt, haben wir uns umgeschaut und sind auf eine Imkerin gestoßen, die Bienenstöcke vermietet. Sie hat sich die Örtlichkeit hier angeschaut und für gut befunden, sodass wir Anfang 2020 starten konnten“, sagt Ralf Bothge.

Zwei Ernten in diesem Jahr

Die erste Honig-Ernte konnte dann im Frühsommer 2020 eingefahren werden, die zweite im Spätsommer dieses Jahres. An dem Projekt mit dem mehrdeutigen Namen „ImKerKer“ waren die Küchenbediensteten der JVA sowie zwei Gefangene, die in der Anstaltskantine eingesetzt waren, beteiligt.

Zu Beginn bestand die Aufgabe der Häftlinge in der regelmäßigen Pflege und Säuberung der Bienenstöcke. Später haben die Gefangenen den Honig selbst geerntet und abgefüllt – das alles unter der fachkundigen Anleitung der Imkerin.

Insgesamt 85 Kilo des kleberigen Naturproduktes haben die Gefangenen geerntet. „Der Honig ist mittlerweile käuflich zu erwerben, und zwar in erster Linie durch unsere Mitarbeiter. In Einzelfällen können wir auch einen Verkauf an interessierte Außenstehende durchführen“, sagt Bothge.

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