Kaiserbrunnenplatz soll Boule-Bahnen bekommen

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Der Kaiserbrunnen ist ein Schmuckstück und das Wahrzeichen des Viertels. Die Nachbarschaftsinitiative Kaisern hat sich jetzt etwas ausgedacht, was den Platz noch attraktiver machen würde.

Kaiserstraßenviertel

, 13.03.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Boule-Bahnen sollen das Kaiserstraßenviertel bereichern. Sie sollen die Menschen miteinander ins Gespräch bringen und die Aufenthaltsqualität rund um den Kaiserbrunnen erhöhen.

Die Nachbarschaftsinitiative Kaisern hatte die Idee für die Einrichtung einer solchen Spielmöglichkeit. Mit einem Antrag an die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost haben sie jetzt die Verwirklichung angestoßen. Am 12. März diskutierten die BV-Mitglieder über die Anfrage.

Die Kaisern-Gruppe hatte im vergangenen Jahr mit Unterstützung der BV und des Tiefbauamtes eine naturnahe Blumenwiese auf dem Platz am Kaiserbrunnen angelegt. Sie ist durch einen Zaun geschützt. „Durch das fast tägliche Gießen im letzten Sommer haben wir beim Warten, bis unsere Gießkannen sich füllten, viel Zeit am Kaiserbrunnen verbracht und uns diese mit Boulespielen unter der großen Kastanie vertrieben“, berichtete die Initiative.

Boule bringt die Menschen zusammen

Nun beantragten sie zwei fest angelegte Bahnen, da „das Boulespielen so viel Spaß macht und die Präsenz von spielenden Menschen am Kaiserbrunnen für eine andere Aufenthaltsqualität sorgt. Wir machen die Erfahrung, dass das Spielen in der Öffentlichkeit Menschen miteinander ins Gespräch bringt, die sonst vielleicht nicht in Kontakt kommen würden.“

Die Mitglieder der Bezirksvertretung zeigten sich grundsätzlich angetan von der Idee und signalisierten Bereitschaft, die noch nicht bezifferten Kosten für das Anlegen der Bahnen zu übernehmen. Allerdings wies Karl Krämer, Fraktionsvorsitzender der Fraktion die Linke & Piraten darauf hin, dass die Pflege geregelt sein müsse. Christian Illmer machte aus diesem Einwand mit Verweis auf die Boulebahn im Körner Park, die in einem schlechten Zustand sei, ein ganzes Bedenkenpaket. „Und warum müssen es gleich zwei Bahnen sein?“, fragt der Parteilose.

Bürgerschaftliches Engagement wird gewürdigt

Andere BV-Mitglieder sahen das Vorhaben aber deutlich positiver. „Es ist doch toll, wenn sich die Bürger für so etwas einsetzen“, sagte Sigrun Katscher (Bündnis 90/Grüne). Und Joachim Hoefer (FDP/KE) merkt an, dass Boule-Bahnen auf jedem Dorfplatz eine wunderbare Kommunikationsmöglichkeit seien.

So wie er, ist die Mehrheit der Bezirkspolitiker der Meinung, dass eine solche Anlage am Kaiserplatz auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Dazu müssen noch der genaue Standort, die Ausführung und die Kosten ermittelt werden. Bezirksbürgermeister Udo Dammer (SPD) schlug einen Ortstermin vor, um die Details zu besprechen.

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