Kaiserviertel will zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag

hzEinzelhandel in Dortmund

Die Händler im Kaiserstraßenviertel haben einen verkaufsoffenen Sonntag für den Spätsommer beantragt. Mit den Auswirkungen der Corona-Krise hat die Idee aber nur bedingt zu tun.

Kaiserstraßenviertel

, 07.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Kaiserstraßenfest 2019 wird den Geschäftsleuten aus dem Viertel wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Nicht wegen der vielen Besucher, sondern weil es Anzeigen und Bußgelder gehagelt hatte.

Benedikt van Acken überprüft im Auftrag des KAB-Diözesanverbands Paderborn regelmäßig, ob Geschäfte an Sonntagen öffnen und ob sie das überhaupt dürfen. Beim Kaiserstraßenfest 2019 meldete er zahlreiche Verstöße ans Ordnungsamt.

Die Folge: Die Händler erhielten Bußgeldbescheide. „Wir haben die Bußgelder aber als Werbegemeinschaft bezahlt“, sagt Nicole Laubert, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Kaiserviertel.

Einige Händler wollten nicht mehr wiederkommen

Damit es in diesem Jahr nicht noch einmal zu so einer Situation kommt, hat Laubert einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Ganz offiziell, „damit es nicht wieder zu solchen Missverständnissen kommt.“ Der soll auf den zweiten Veranstaltungstag des diesjährigen Kaiserstraßenfestes fallen, das für das letzte September-Wochenende geplant ist.

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„Wir gucken, dass wir die Leute zum Fest von Zuhause weg und auf die Straße kriegen“, sagt Laubert, Inhaberin der Weinhandlung Vinovin. „Da steckt sehr viel Arbeit drin.“

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Kaiserstraßenfest

Das Kaiserviertel präsentiert sich mit einem eigenen Fest - und die ganze Stadt geht hin. Das sind die besten Bilder vom Straßenfest.
28.09.2019
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Das Kaiserviertel zeigt sich von seiner besten Seite.© Oliver Schaper
Für Kinder ist dort auch einiges geboten.© Oliver Schaper
In welches Haus läuft Maus Johanna? Wer richtig tippt, gewinnt.© Oliver Schaper
Zwei Feste in einem: Am Bio-Supermarkt geht es mittelalterlich zu.© Oliver Schaper
Kleine Ritter können sich dort ausrüsten.© Oliver Schaper
Das Fest zieht immer viele Besucher ins Viertel.© Oliver Schaper
Viele Infostände laden zu einem interessanten Spaziergang ein.© Oliver Schaper
Einen Spiele-Parkour gibt es für Kinder.© Oliver Schaper
Viel Spaß beim Dosenwerfen!© Oliver Schaper
Der Frittenshop ist zwar noch nicht fertig, Pommes gab es beim Kaiserstraßenfest trotzdem.© Oliver Schaper
Die Sportler der All Aacht Akademie Dortmund demonstrieren ihre Kampfkunst.© Oliver Schaper

Mehrere Besitzer der zum großen Teil inhabergeführten Geschäfte im Viertel hatten 2019 nach den Anzeigen angekündigt, 2020 keine Stände mehr aufstellen zu wollen. Genau von denen lebe das Kaiserstraßenfest aber, sagte Laubert vergangenes Jahr.

Damals wurde zum Beispiel ein Wollgeschäft gemeldet. Bei einsetzendem Regen hatte die Inhaberin ihre Wolle vom Stand auf der Straße in den Laden gebracht und dort verkauft. Das durfte sie offiziell aber nicht.

Großveranstaltungen sind noch bis Ende August verboten

Genau für solche Fälle soll nun der verkaufsoffene Sonntag am 26. September rechtliche Sicherheit bringen. Die Lokalpolitik jedenfalls unterstützt das Vorhaben.

Am Dienstag (5.5.) beschloss die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost die Weitergabe des Antrags an die Verwaltung. Die entscheidet letztlich gemeinsam mit Vertretern aus Gewerkschaft und Kirche.

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Eine entscheidende Hürde gibt es aber noch. „Wir müssen erst schauen, ob und wie das Kaiserstraßenfest überhaupt stattfinden kann“, sagt Laubert.

Idee entstand bereits vor der Corona-Krise

Das Verbot von Großveranstaltungen gilt bis mindestens 31. August. „Ich hoffe aber, dass es stattfinden kann. Es wird bestimmt nicht so wie in den Vorjahren, aber wir werden mit Patrick Arens versuchen, etwas auf die Beine zu stellen.“

Mit den Auswirkungen der Corona-Krise, die auch das Kaiserstraßenviertel trifft, habe der Antrag für den verkaufsoffenen Sonntag aber nichts zu tun, sagt Laubert. „Der Antrag ist schon vor Corona entstanden.“

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