Kalte Dusche für Wasserratten: Kein «Köpper» in Deusen

Freibad-Sanierung verhindert Schwimmspaß

19.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Deusen Schlechte Nachrichten für Wasserratten: Das Deusener Freibad Hardenberg öffnet nicht wie geplant am 26. Mai, sondern mindestens einen Monat später. «Wir haben bei unserer Inspektion im März festgestellt, dass große Bereiche des Beckenkopfes gelockert sind. Wir haben dann sofort einen Gutachter eingeschaltet, der den Umfang der notwendigen Arbeiten bestimmt hat», begründet Claudia Heckmann, Geschäftsführerin der «Sportwelt GmbH» die Verzögerung. Die Sportwelt GmbH betreibt ehemals städtischer Freibäder, darunter auch das Freibad Hardenberg. Der Beckenkopf ist der Streifen aus geriffelten Fliesen und Überlaufrinne, der rund um das Becken verläuft. Er ist in Deusen 270 Meter lang. Dieser Streifen macht der «Sportwelt» schon lange Sorgen: «In den vergangenen Jahren haben wir mehrfach Reparaturen aufgrund von Frostschäden durchgeführt. Doch das reicht jetzt nach Aussage des Gutachters nicht mehr aus», so Claudia Heckmann. «Es gab überall lockere Stellen, die aber nicht unbedingt zu sehen waren. Wir haben uns daher entschieden, nicht zu öffnen, um eine Gefährdung der Badegäste auszuschließen.» Untätig sei man nicht gewesen: «Wir haben alles an Personal zusammengezogen, was wir aufbringen konnten und haben jetzt schon den alten Beckenkopf in Eigenarbeit vollständig abgeschlagen. In der nächsten Woche endet die Ausschreibung für den Neuaufbau, dann wissen wir, mit welcher Firma wir zusammenarbeiten. Und erst dann wissen wir genau, wie lange die Arbeiten dauern.» Erhebliche Kosten kommen dabei auf die «Sportwelt» zu, denn die Sanierungskosten könnten bis in den sechsstelligen Eurobereich gehen. Wenn alles gut geht, könnte es für die Deusener noch ein leidlich gutes Ende geben: «Wir hoffen, dass wir zum Beginn der großen Ferien fertig sind. Wir wissen doch, dass gerade das Freibad Hardenberg außerordentlich beliebt ist.» Irene Steiner

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