Kaufvertrag sieht keine Kinder vor

Streit um Bolzplatz in Menglinghausen-Süd

23.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Menglinghausen Elisabeth Hoppe Die Diskussion um einen Bolzplatz im Neubaugebiet in Menglinghausen-Süd (wir berichteten) nimmt schärfere Züge an: Das Jugendamt, das bei der Suche nach einem Grundstück für eine Spielfläche ausgesprochen langsam vorgegangen ist und diese Kritik gestern in der Bezirksvertretung in Hombruch souverän einsteckte, hat auch Ärger mit Anwohnern: (Foto) berichtete den Bezirksvertretern gestern, dass Anwohner mit einer Klage gedroht hätten, falls ihre Ruhe durch spielende Kinder auf einem Bolzplatz gestört würde. «Ich frage mich jetzt, welchen Stellenwert Kinder in unserer Gesellschaft haben», so die Jugendamtsmitarbeiterin. Tatsächlich erschweren Vertragskonstruktionen die Bolzplatzsuche. So ist Anwohnern einer ökologischen Ausgleichsfläche zugesichert worden, dass diese Fläche nicht anders genutzt wird. Nach einem Ortstermin am vergangenen Freitag habe es vier Anrufe im Jugendamt gegeben, die Bedenken der von spielenden Kindern gestressten Anwohner seien auch schriftlich übermittelt worden. CDU-Fraktionssprecher Hans-Jürgen Grotjahn (Foto) kritisierte die Klagebereitschaft: «Das ist ein Neubaugebiet für Familien - ein Kinderspielplatz gehört dann dazu.» Die neun jetzt vom Jugendamt vorgeschlagenen Spielflächen seien geradezu versteckt. Gerd Alda (SPD) sagte, dass die Bezirksvertretung die Stimmen der «ewigen Bedenkenträger, wie sie uns täglich begegnen», gut aushalten könne. Die Suche nach einem Grundstück geht also in die nächste Runde. ban

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