Keine Vorentscheidung

11.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gelassen fallen bei den Betroffenen die Reaktionen auf die Umfrage-Ergebnisse des Start-Instituts zur Bekanntheit und Beliebtheit der Spitzenpolitiker aus. Eine Vorentscheidung über eine mögliche OB-Kandidatur für 2009 will noch niemand sehen.

Das Stimmungsbild sei eine gute Hilfe, die Situation einzuschätzen, meint Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer. Dass er in Sachen Kompetenz und Sympathie in der Bürgermeinung hinter Stadtdirektor Ullrich Sierau und Bürgermeisterin Birgit Jörder liegt, sieht er gelassen. Seine Werte entsprächen denen vor dem Wahlkampfstart 2004. Und die Bargeld-Affäre im OB-Amt habe ihm offensichtlich nicht geschadet. Ein weiterer Trost für den OB: Bei den SPD-Anhängern liegt er nach den Ergebnissen der Umfrage in der Gunst weiter vorn.

Die Frage der OB-Kandidatur stellt sich nicht, erklärte auch Sierau auf RN-Anfrage. "Ich freue mich über die gute Bewertung meiner Arbeit, will es aber auch nicht überbewerten", stellt er klar. Ohnehin keine Ambitionen auf das OB-Amt hat Bürgermeisterin Birgit Jörder, die die meiste Sympathie genießt. "Worüber ich mich sehr freue", merkt Jörder an.

SPD-Unterbezirkschef Franz-Josef Drabig sieht ebenfalls noch keine Vorentscheidung in der OB-Kandidaten-Frage. Dazu sei die Umfrage auch gar nicht angelegt, betonte er. "Immerhin: Wir haben vier Leute, die gute Kompetenzwerte haben."

Zufrieden ist der Parteichef auch mit dem Ergebnis der Sonntagsfrage nach den Partei-Präferenzen der Dortmunder aus. Sie bestätigt im Prinzip das Ergebnis der letzten Wahl. Wenn am nächsten Sonntag Kommunalwahl wäre, würden nach der Start-Befragung 41 Prozent die SPD wählen. Bei der Kommunalwahl 2004 waren es 41,3. Die CDU kommt im aktuellen Stimmungsbild auf 35 (2004: 32,7), die Grünen auf 12 (2004: 11,5) und die FDP auf 3 (2004: 3,8) Prozent. Die Linken, die 2004 in dieser Form noch nicht bestanden, kommen in der Umfrage auf 5 Prozent Zustimmung. Oli

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