Radfachgeschäft Kijewski schließt für immer – Ausverkauf läuft

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Zwei Jahre vor dem 70. Geburtstag ist es vorbei: Das Fahrradgeschäft Kijewski in Hombruch schließt für immer. Der Abschied hat begonnen, der Räumungsverkauf läuft.

Hombruch

, 22.05.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war das Jahr 1952, als sich Emil Kijewski entschloss, mit seiner Frau Irmgard ein Fahrradgeschäft zu gründen. Einen besseren Berater hätten sich seine Kunden in einer Zeit, in der das Auto groß wurde, nicht wünschen können.

Emil Kijewski war selbst Radfahrer, nicht irgendeiner, sondern Rennfahrer. Und hätte es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben, dann wäre die Liste seiner Erfolge (ein Vizeweltmeistertitel) wohl noch länger. Sein Abschiedsrennen bestritt Kijewski 1952 in den Dortmunder Westfalenhallen.

Inhaberin Loretta Böhm: Für sie und ihre Mitarbeiter sind es die letzten Tage im Geschäft.

Inhaberin Loretta Böhm: Für sie und ihre Mitarbeiter sind es die letzten Tage im Geschäft. © Klinke

Das Ende der aktiven Laufbahn war der Anfang des Fahrradgeschäftes Kijewski. In den 1960er-Jahren kam eine Spielwarenabteilung dazu. Generationen von Hombruchern haben hier Räder gekauft und reparieren lassen. Heute ist Loretta Böhm Inhaberin des Geschäfts an der Singerhoffstraße 3. „Es fällt mir nicht leicht, das Geschäft zu schließen“, sagt Böhm.

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Für sie stehe jetzt – mit 70 Jahren – aber der Ruhestand an, den sie mit ihrem Mann und ihrer Familie genießen wolle. Die letzten Tage im Job sind stressig, der Ausverkauf läuft. Deshalb habe sie auch keine Zeit, mehr zum Warum und Wieso zu erzählen, sagt sie. Und tatsächlich sind schon am ersten Tag des Ausverkaufs die Schaufenster ziemlich leer.

Der Name von Emil Kijewski wird weiter einen Platz im Stadtbezirk behalten: 2019 wurde eine Straße in Lücklemberg nach ihm benannt.

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