«Kinder bleiben bei KiBiz auf der Strecke»

Stiftung zeichnet Fabido aus - Wirtschaftsprüfer hat keine Beanstandungen

25.05.2007 / Lesedauer: 2 min

«Der Kiebitz aus der Familie der Regenpfeifer kümmert sich sehr intensiv um den Nachwuchs, was man vom «KiBiz», dem Kinderbildungsgesetz nicht behaupten kann», sagt der Arbeitskreis Sozialpädagogische Einrichtungen und die Dienstleistungsgewerkschaft verdi. Dieser «KiBiz» soll am 1. August kommen und das bisherige Kindergartengesetz ablösen. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind sicher: Dabei geht es in Zukunft nur noch um die Betreuungsbedarfe von Eltern, die der Kinder blieben dabei auf der Strecke. Gestern trug der Arbeitskreis seine Sorgen auch in die Sitzung des Betriebsausschusses Fabido (Familienergänzende Bildungseinrichtungen für Kinder in Dortmund). Fabido, städtischer Betreiber zahlreicher Kindergärten und Tagesstätten, macht sich selbst Sorgen: Im Referentenentwurf werde deutlich, dass das «Land die Träger nicht in die Lage versetzt, den Anforderungen an den Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Dazu ist eine deutlich verbesserte finanzielle Ausstattung der Tageseinrichtungen notwendig», heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Auch für die geplanten Familienzentren reiche die Förderung bei weitem nicht aus. Fabido hat dennoch Grund zur Freude: Der jüngste Eigenbetrieb der Stadt habe vom Forum «berufundfamilie» der gemeinnützigen Hertie-Stiftung als bisher einziger Betrieb in der Stadt für familienfreundliche Arbeitsplatzbedingungen diese bundesweit anerkannte Auszeichnung erhalten, so der SPD-Politiker Friedhelm Sohn. Fabido holte sich gestern Lob für die bisher geleistete Arbeit ab. «Es war richtig, dass wir diesen Weg gegangen sind», sagte Sohn. Auch wenn die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young einen Jahresfehlbetrag von knapp 1,8 Mio. bilanzierten. «Keine Beanstandungen» hieß es in der Beurteilung. Der Fehlbetrag wird erst einmal weiter geschoben; ein Antrag der FDP, ihn jetzt aus dem städtischen Haushalt auszugleichen, fand keine Mehrheit. blf

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