Kinderhaus Dortmund setzt auf Naturverbundenheit und vegetarische Ernährung

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Im Kinderhaus Dortmund geht‘s ein bisschen anders zu als in anderen Kindergärten. Hier gehört die Mithilfe der Eltern zum Konzept. Am 15. Juni feiern alle Beteiligten Geburtstag.

Wambel, Gartenstadt

, 06.06.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Kinderhaus Dortmund an der Gesslerstraße 17 auf der Grenze von Wambel und nördlicher Gartenstadt wird 45 Jahre alt. Und das feiern Kinder, Erzieherinnen, Eltern, Nachbarn und Ehemalige am 15. Juni, einem Samstag, ab 14 Uhr. Nachmittags gibt‘s eine Show, die die Kinder selbst erarbeitet haben, abends treten zwei Bands auf: „King Grimson“ und eine weitere Combo um Kindergartenvater Lars Ropte. Es gibt besondere Spieleangebote für die Kinder und Gegrilltes, Kaffee und Kuchen sowie Bier und Wein für die Erwachsenen.

Willkommen sind auch Eltern, die sich ein Bild von der Einrichtung machen möchten, weil sie vielleicht überlegen, selbst ihr Kind dort anzumelden. Das jedoch wäre erst ab dem Kindergartenjahr 20/21 möglich, wie Leiterin Andrea Versemann erläutert. Für das Jahr 19/20 ist die Einrichtung ausgebucht. Doch keine Panik: Wer zum Kindergartenjahr 20/21 aufgenommen wird, entscheidet sich erst nach dem Tag der offenen Tür am 25. Januar 2020.

Kinderhaus Dortmund setzt auf Naturverbundenheit und vegetarische Ernährung

Das schön gelegene Kinderhaus-Außengelände mit altem Baumbestand. © Andreas Schröter

Das Kinderhaus, das seit 2011 seine Räume in der ehemaligen Sparkassen-Filiale an der Gesslerstraße hat - vorher befand es sich an der Dorfstraße -, ist eine Elterninitiative. Das heißt, eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen ist nicht nur gewünscht, sie ist verpflichtend für alle, die ihre Kinder dort betreuen lassen. Zum Beispiel muss jedes Elternteil, egal, ob Mutter oder Vater, egal, ob berufstätig oder nicht, einmal im Monat im Kinderhaus das Frühstück zubereiten und den Vormittag mit den Kindern verbringen. Die Entschuldigung „Ich muss zur Arbeit, ich kann nicht mitmachen“ lasse sie nicht gelten, sagt Andrea Versemann. Es gebe Eltern, die sich extra für diesen Tag Urlaub nehmen. Andere legen einen „Home-Office“-Tag so, dass es passt. Die Pflege des wunderschönen Außengeländes - mit altem Baumbestand - und die Vorbereitung von Festen gehören ebenfalls zu den Elternaufgaben. Einmal im Jahr brechen alle zu einer Familienfreizeit übers Wochenende zum Jugendhof Arnsberg auf.

Kinderhaus Dortmund setzt auf Naturverbundenheit und vegetarische Ernährung

Lustige Bilder auf der Terrasse des Kinderhauses. © Andreas Schröter

Die Einrichtung besteht derzeit aus zwei Gruppen - einer für Kinder von eins bis drei Jahren mit zehn Kindern und einer für Drei- bis Sechsjährige mit 20 Kindern. Sie alle werden von acht Erzieherinnen und einer Köchin betreut. Als besonderes Merkmal des Kinderhauses nennt Andrea Versemann die Nähe zur Natur. Die Kinder verbringen nicht nur viel Zeit draußen und im Wald, in der Einrichtung sind Spielsachen und Möbel aus Holz. Kunststoff ist verpönt. Und die Köchin bereitet für die gemeinsamen Mahlzeiten vegetarische Vollwertkost zu. Manche der Zutaten stammen aus dem Garten der Einrichtung.

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