Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

hzEvangelischer Kirchentag

Das Kirchentagsprogramm am Dietrich-Keuning-Haus ist vielfältig. Es reicht von Kindergottesdiensten bis zum Stapeln von Bauklötzen. Mit Gott hat jede Aktion auf ihre eigene Weise zu tun.

von Rebekka Antonia Wölky

Dortmund

, 21.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Am Donnerstagvormittag (20. Juni) herrschte am Dietrich-Keuning-Haus (DKH) im Rahmen des Evangelischen Kirchentags ein fröhliches und buntes Treiben. Vor den Aktionen im Kinderzentrum mit elternfreier Kinderstadt, Konzerten und Mitmachangeboten bildeten sich von Anfang an lange Schlangen.

„Vor allem die Kinderstadt ist voll, komplett ausgebucht. Das Programm hat total eingeschlagen. Da waren wir auch selbst am Anfang ein bisschen überrumpelt“, so Kerstin Othmer, Pfarrerin und Projektleierin im Zentrum Kinder.

Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

Im Tauf-Raum hören Kinder in einer gemütlichen Sitzecke Geschichten zum Thema Taufe. © Rebekka Wölky

In dieser kleinen Stadt hinter dem DKH funktioniert alles wie in einer großen, die Bewohner sind allerdings erst zwischen sieben und zwölf Jahre alt. Es gibt Läden, in denen man stöbern kann, Kinder nehmen Radiosendungen auf, machen Sport und im Saftladen wird eifrig gekocht.

Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

Zum Konzert des Kinderchors „Soul Children“ aus Witten war der Saal des Dietrich-Keuning-Hauses gut gefüllt. © Rebekka Wölky

Anstelle von Geld verdient man, wenn man in der Kinderstadt arbeitet – etwa auf der Baustelle oder beim Radio – „Kröten“. Und in Kursen an der Hochschule machen die jungen „Bewohner“ sich zu Theologie und Kinderrecht schlau.

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Lange Schlagen – aber die Leute sind entspannt

Bei warmem Wetter und Sonnenschein war die Stimmung am Donnerstag lebendig und friedlich. Das gehört sich wohl auch so für einen Kirchentag, dessen Motto das Thema Vertrauen ist. „So ruhig warten die Leute bei Fußballspielen und Konzerten nie“, sagt Othmer und deutet auf die rund 15 Meter lange Schlange, die sich vor einem Waffelstand zwischen dem DKH und dem Eingang zur U-Bahn-Station Leopoldstraße gebildet hat. „Auf allen Kirchentagen, die ich bisher miterlebt habe, war die Stimmung so. Bei diesem Fest sind die Leute entspannt.“

Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

Im Sternsinger-Mobil haben diese beiden Kinder goldene Kronen gebastelt. © Rebekka Wölky

Das trifft nach ihrem Auftritt auch auf die jungen Sänger vom Kinderchor „Soul Children“ aus Witten zu. Eine Stunde hat ihr Programm auf der Bühne im Saal des DKH gedauert. Dabei haben sie unter anderem eine musikalische Version des Vaterunser zum Besten gegeben. Nach getaner Arbeit und einer kleinen Mittagspause sehen sie sich auch selbst im Kinderzentrum um. Was sie sich anschauen wollen? „Am liebsten alles“, sind sie sich einig.

Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

Ein gesundes Mittagessen mit Obstspießen und selbst gemachten Brotaufstrichen bekommen die Kinder im "Gläsernen Restaurant" im Partyraum des DKH. © Rebekka Wölky

„Manchmal liegt das Heilige im Profanen“

Es gibt ruhige Angebote wie den Tauf-Raum, in dem sich in Geschichten und beim Basteln alles um das Thema Taufe dreht. In der Skatehalle dagegen ist es laut. Hier werden Türme aus kleinen Holzklötzchen gebaut. Der von Bjarne und seinem Vater ist nach nur zwanzig Minuten bereits gut einen Meter hoch.

Für Kinder ist der Kirchentag besonders bunt und vielseitig

Nach nur 20 Minuten ist dieser filigrane Turm aus kleinen Holzklötzen, den Bjarne und sein Vater gebaut haben, bereits gut einen Meter hoch. © Rebekka Wölky

Was das mit Gott zu tun hat, erklärt Kerstin Othmer: „Die Menschen bauen gemeinsam etwas auf. Und überall, wo Menschen zusammen sind, ist immer auch Gott. Er ist eben nicht nur das, wo auch wirklich Gott draufssteht. Manchmal liegt das Heilige im Profanen.“ Wie eben darin, gemeinsam kleine Holzstückchen zu großen Türmen zusammenzusetzen.

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