Kita in Barop ist trotz Corona-Fall geöffnet

hzCoronavirus in Dortmund

Die Stadt Dortmund hat am Dienstagabend einen Corona-Fall in einer Kita in Barop gemeldet. Trotzdem ist die Kita geöffnet. Wegen der Corona-Regeln muss nur eine Gruppe in Quarantäne.

Barop

, 12.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotz eines bestätigten Corona-Falls in einer Kita in Barop, läuft am nächsten Tag der Betrieb weiter. Am Dienstagabend (11. August) hatte die Stadt Dortmund unter anderem auf der Plattform Twitter mitgeteilt, dass die Kita Hokido einen Corona-Fall zu verzeichnen hat.

Im Hokido hat sich eine Erzieherin mit Covid-19 infiziert, teilte die Stadt mit. Seit Montag gelte eine 14-tägige Quarantäne für eine Kita-Gruppe, die dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Hausgemeinschaften der Kinder.

„Alles wird gut" verspricht ein Plakat am Zaun des Hokido.

„Alles wird gut" verspricht ein Plakat am Zaun des Hokido. © Susanne Riese

Die Kita, die auf dem Campus-Gelände der TU Dortmund sitzt, hat auf Nachfrage dieser Redaktion am Mittwochmorgen (12. August) jede Auskunft zum Umgang mit der Corona-Situation verweigert.

Vor Ort ist aber zu sehen, dass der Kita-Betrieb aufrechterhalten wird. Hinter den hohen Sichtschutzzäunen sind spielende Kinder zu hören, das Verwaltungsteam und andere Mitarbeiter sind ebenfalls in der Einrichtung und telefonisch erreichbar. Sie beantworten aber keine Fragen, obwohl das helfen könnte, auch die nicht unmittelbar betroffenen Kontakte der Kita-Kinder, -Familien und -Mitarbeiter zu informieren.

Das ist der HoKiDo e.V.

Der Verein HoKiDo sitzt auf dem Campus der TU Dortmund und ist eine eigenständige Elterninitiative, die 1977 gegründet wurde. Der Hokido sowohl Kindertagesstätte als auch Familienzentrum. Das Gebäude wurde 2011 bezogen und ist „barrierefrei und nach aktuellen Erkenntnissen gestaltet“.

Denn Fragen gibt es reichlich. Eltern überlegen, ob sie ihr Kind ohne schlechtes Gefühl in die Kita bringen können. Die Sorge wird auch anhand der Kommentare unter dem RN-Artikel mit der Erstmeldung in den Sozialen Netzwerken deutlich.

26 Kinder und eine Mitarbeiterin sind laut Gesundheitsamt von der Quarantäne betroffen. Weiterführende Auskünfte kann die Stadt Dortmund nicht geben, da es sich nicht um eine städtische Einrichtung handelt, sondern um eine Elterninitiative: Hokido e.V. - Verein zur Gründung und Förderung einer Hochschulkindertagesstätte.

Laut Website sind dort 60 Kinder in vier Stammgruppen aufgeteilt, darunter zwei mit Kindern von null bis zwei Jahren. Dort ist zu lesen, dass die Kinder ihre Zeit gruppen- und ortsübergreifend verbringen, auf dem großzügigen Gelände, in zwei Werkstätten, Atelier, Turnhalle und vier Gruppenräumen. Für den Mittagsschlaf gibt es zudem Schlafräume.

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Zuletzt dürfte das allerdings anders ausgesehen haben hinter dem Zaun mit dem bunten „Alles wird gut“-Plakat an der Emil-Figge-Straße.

In Corona-Zeiten sind alle Kindertagesstätten angehalten, die einzelnen Gruppen nicht zu mischen. Die Stadt teilt auf Anfrage mit, es sei neuer „Corona-Standard“, dass die Gruppen derart getrennt gehalten werden, dass sie untereinander keinen Kontakt haben - genau für Fälle wie diesen.

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So besuchen die Kinder der nicht betroffenen Gruppen weiter die Kita. Eltern, Geschwister, gegebenenfalls Großeltern und alle zur Hausgemeinschaften der Kinder aus der infizierten Gruppe Gehörende müssen sich aber mit in Quarantäne begeben.

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