Kita in Dortmund ist wegen 2 Corona-Verdachtsfällen geschlossen

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In einer städtischen Kita in Eving gibt es Corona-Verdachtsfälle. Die Einrichtung wurde geschlossen. Zuvor hatte es in Barop einen bestätigten Fall gegeben - diese Kita blieb offen. Warum?

Eving

, 14.08.2020, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dort, wo Lachen und die Geräusche von spielenden Kindern zu hören sein sollten, ist es am Freitagmorgen (14. 8.) still.
Auf Anfrage bestätigte die Stadt am Freitag, dass zwei Kinder der Fabido-Kita an der Preußischen Straße in Eving als Verdachtsfälle zählen. Diese wurden noch am Donnerstag getestet. Die Ergebnisse sollen Anfang kommender Woche vorliegen.

Stadt verhängt keine Quarantäne

Am Donnerstag zuvor hatte die Stadt Dortmund in ihrem täglichen Update zum Coronavirus bekanntgegeben, dass es einen „begründeten Verdachtsfall“ in der Kita gibt und sie „vorsorglich geschlossen“ bleibt.

Die 75 Kinder und ihre Eltern stehen laut Stadt nicht unter Quarantäne, sind aber dazu angehalten, Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und darüber hinaus ihre Arbeitgeber zu informieren.

Eltern müssen eine Alternative finden

Eltern müssen nun eine Betreuungs-Alternative finden müssen. Zunächst mag das merkwürdig erscheinen, denn in einer Kita in Barop konnte die Betreuung eines Teils der Kinder aufrechterhalten werden und das, obwohl es dort am Dienstag (11. 8.) einen bestätigten Corona-Fall gegeben hatte.

In der Evinger Kita ist der Fall aber etwas anders. Wie eine Erzieherin verriet, zählen zwei Kinder zu Verdachtsfällen, die zwar in unterschiedliche Gruppen der Einrichtung gehen, aber Kontakt zueinander hatten.

Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, würden alle Kinder und Erzieher der Kita für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt, sagte die Erzieherin. Solange bleibe die Kita nur unter Vorbehalt geschlossen.

Kita-Personal bleibt weiter im Dienst

Für das Personal bedeutet die vorübergehende Schließung indes nicht, dass es zu Hause bleiben kann. Die Angestellten erledigen in dieser Zeit formelle Dinge, wie das Ausfüllen von Bögen. „Dinge, die sonst nebenherlaufen“, wie die Erzieherin sagt.

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Für Eltern und Kinder bedeutet die Schließung einen deutlichen Einschnitt. Laut Angaben der Kita werden die Drei- bis Sechsjährigen insgesamt 35 Stunden pro Woche betreut.

Die Stadt betonte, dass Fälle – wie in der Evinger Kita – immer wieder vorkommen könnten: „Es kann nicht zu 100 Prozent verhindert werden, dass Infektion in die Einrichtung hineingetragen werden“, hieß es auf Anfrage.

Eine Schließung der ganzen Kita ist möglich

Sollten sich die beiden Kinder infiziert haben, wird das Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne für die Kinder und ihre Eltern verhängen. Verbunden damit wäre laut Stadt auch eine Schließung einzelner Gruppen der Kita oder sogar der gesamten Einrichtung.

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