Klettern macht glücklich: So funktioniert der Stressabbau im Kletter-Bergwerk

Video über das Klettern

Christoph Knieper aus dem Bergwerk in Dortmund empfiehlt dem gestressten Großstädter das Klettern. Auf der Kokerei Hansa erklärt er im Video, wie der Mensch ohne Smartphones Glück erlebt.

Dortmund

, 30.05.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klettern macht glücklich: So funktioniert der Stressabbau im Kletter-Bergwerk

Christoph Knieper ist selbst ein Kletterer und der Chef im Bergwerk. Für ihn ist das Klettern eine gute Methode für den Stressabbau. © Peter Bandermann

2006 gründete Christoph Knieper auf dem Gelände der früheren Kokerei Hansa im Dortmunder Stadtteil Huckarde das „Bergwerk“. Eine Kletterhalle, die aufsteigenden Sportlern in der alten Ruhrkohle-Ruine alpine Bedingungen bietet. Zwei Jahre dauerte der Umbau der Industrieanlage. Entstanden ist ein Abbild der Natur.

Was das Klettern ausmacht, wie es funktioniert: Christoph Knieper erzählt es in diesem Video:

Video
Bei Stress: klettern, nicht klicken

Die jüngsten Kletterer sind sechs Jahre alt, der Senior unter den Spezialsportlern an der Emscherallee ist 83. „Klettern ist mehr als Sport“, sagt Christoph Knieper und spricht von einer „positiven Restangst“. Immerhin geht es auf bis 25 Meter hoch. Dort oben und wieder unten gibt es sie, die Glücks- und Erfolgserlebnisse, die ein Smartphone dem gestressten Großstädter nicht vermitteln kann.

Christoph Knieper ist überzeugt: „Bei viel Stress zwingt uns das Klettern, alle Gedanken und Sorgen loszulassen. Nur dann kann man abheben vom Boden.“ Das Abschalten des Alltags sei etwas „Hochmeditatives“ – „das entspannt unglaublich.“ Klettern zwinge zu einer „meditativen Konfrontation“ und sei damit das Gegenteil vom Smartphone.

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Bergwerk in Huckarde: Das ist doch wohl der Gipfel

Eine Halde im Hintergrund, errichtet vor Industriekultur: Das Bergwerk auf der früheren Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde ist für Kletterer der Gipfel im Ruhrgebiet. Bis zu 25 Meter steigen sie mit Kraft und Köpfchen empor. Wir zeigen die Huckarder Alpen.
28.05.2019
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Seilschaft an der Emscherallee: Ein Kletterer arbeitet sich über eine Route an die Spitze.© Peter Bandermann
Christoph Knieper ist selbst ein Kletterer und der Chef im Bergwerk. Für ihn ist das Klettern eine gute Methode für den Stressabbau.© Peter Bandermann
In der früheren Kokerei sind noch alte Anlagenteile zu sehen. Der große Haken ist in der Halle ein Blickfang. Unter dem Haken im Hintergrund: Ein Kletterer in der Wand.© Peter Bandermann
Blick auf das Gelände der früheren Kokerei Hansa an der Emscherallee in Huckarde. Das Areal ist ein bedeutender Ort für Industriekultur im Ruhrgebiet - und Standort für das Kletter-Bergwerk.© Peter Bandermann
Im Bergwerk auf der Kokerei Hansa (graues Dach) geht es hoch hinaus. Die Boulderhalle (weißes Dach) ist das jüngste Sportangebot auf dem früheren Kokereigelände.© Peter Bandermann
Wer hoch hinaus will, muss gut gesichert sein und die richtigen "Werkzeuge" einsetzen. Dazu gehören auch gute Schuhe.© Peter Bandermann
Das Klettern im Bergwerk erfordert Köpfchen, Kraft, Teamarbeit - und gutes Material. Hier ist der Querschnitt eines Seils zu sehen. Denn die Kletterer sind immer gesichert.© Peter Bandermann
Wer in die Wand geht, ist immer gut gesichert.© Peter Bandermann
Blick in das Bergwerk in Dortmund-Huckarde. Kletterer finden hier viele anspruchsvolle Routen.© Peter Bandermann
Sieht steil und anspruchsvoll aus, ist aber nur die Aufwärm-Route. Das Bergwerk ist ein anspruchsvoller Ort für Klettersportler.© Peter Bandermann
Ein Ort für eine kurze Pausse, bevor es wieder bergauf geht.© Peter Bandermann
Zwei Kletterer im Bergwerk in Dortmund-Huckarde.© Peter Bandermann
Blick steil nach oben: Das frühere Kokereigebäude bietet alpine Kletterbedingungen.© Peter Bandermann
Mit einer Drohne fotografiert: Auf den Kletterwänden gibt es verschiedene Routen. Das Bergwerk-Team verändert sie immer wieder, damit es nicht langweilig wird.© Peter Bandermann
Klettern und Bouldern auf einer Anlage: Das Bergwerk bietet auch Boulderern genug Angriffsfläche.© Peter Bandermann
Schlagworte Service, RN-Sportlokal

Trainer weisen im Bergwerk in den Sport ein. Die Halle ist das ganze Jahr über geöffnet. Tageskarten-Preise: ab 7 Euro für Kinder bis 11 Jahre, Schüler und Studierende zahlen 12 Euro, Erwachsene 13 Euro.

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