Klinikum: Notlagentarif soll 7 Mio Euro bringen

DORTMUND Es geht um den von der Politik geforderten Notlagentarif-Vertrag am Klinikum. Der erste Schritt ist vollzogen: In der letzten Woche bildete die Gewerkschaft verdi für die Verhandlungen mit der Geschäftsführung eine elfköpfige Tarifkommission. In ihr finden sich die verschiedenen Berufsgruppen am Klinikum wieder. Das Gespräch mit der Geschäftsführung ist für den 31. Januar terminiert.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 14.01.2008, 20:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klinikum: Notlagentarif soll 7 Mio Euro bringen

Die finanzielle Lage der Kliniken spitzt sich weiter zu.

Bis dahin dürfte das Gutachten des von verdi beauftragten Wirtschaftsprüfers zum Sanierungskonzept und zur Feststellung der Notlage vorliegen. Als  Sanierungskonzept gilt das von der Klinikum-Geschäftsführung schon vorgestellte so genannte Zukunftsabkommen.

Zeitlich befristet

Von einem zeitlich befristeten Notlagentarif-Vertrag erhofft sich das finanziell schwer angeschlagene Klinikum jährliche Einsparungen in Höhe von sieben Millionen Euro. Vier Millionen könnten die Einsparungen bei den Jahressonderzahlungen bringen, die um die Hälfte eingedampft werden sollen. Zurzeit belasten sie den defizitären Etat des Klinikums noch mit mehr als acht Millionen Euro jährlich. Dabei sind die Sonderzahlungen, geläufig auch als Weihnachtsgeld, von den 4000 Beschäftigten des Krankenhauses längst gekappt worden. Sie betragen – je nach Verdienstgruppen – zwischen 60 Prozent vom Gehalt (bei Mehrverdienern) und 90 Prozent in den niedrigen Entgeltgruppen.

Halbierung der Arbeitgeberzulage

Weitere drei Millionen Euro soll die – dann auf drei Jahre befristete – Halbierung der Arbeitgeberzulage zur Altersvorsorge bringen. Während also bald am Klinikum um den Notlagentarif gerungen wird, begannen am Donnerstag in Potsdam die Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen für den öffentlichen Dienst. Verdi fordert 8%. In ihre Etats haben die kommunalen Krankenhäuser eine Tariferhöhung schon eingeplant. 8 % aber bei weitem nicht.

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