Koma-Schlaf nach Selbstmord-Versuch

Vergewaltigungsprozess vertagt

25.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Schrecksekunde im Landgericht: Eigentlich sollte gestern der Prozess gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger aus der Nordstadt fortgesetzt werden. Doch dann erreichte die Richter die Nachricht von einem Selbstmordversuch. Wie sich herausstellte, hat der angeklagte Autohändler in der Nacht auf Donnerstag eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt. Nach Angaben der Krankenhaus-Ärzte befand sich der 33-Jährige gestern Vormittag noch in einer Art Koma-Schlaf. Ob Lebensgefahr bestand, ist unklar. Sobald der Angeklagte aufwacht, soll er von einem Psychiater untersucht werden. Sollte Wiederholungsgefahr bestehen, wird er in eine geschlossene Klinik eingewiesen.Hintergrund der Verzweiflungstat könnte die Ankündigung der Richter gewesen sein, dass der 33-Jährige mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren Haft rechnen müsse. Dem Autohändler wird vorgeworfen, im November 2006 eine Bekannt in seine Werkstatt verschleppt, mit einem Schraubendreher bedroht und sexuell bedrängt zu haben. Er selbst bestreitet die Tat. jh

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