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Kommt ein Zaun oder nicht? Goethe-Gymnasium und Konrad-von-der-Mark-Schule müssen warten

hzSchulzentrum Hörde

Die Diskussion um eine mögliche Umzäunung des Schulzentrums Hörde geht weiter. Nach einem Beschluss der Bezirksvertretung bleibt den Schulleitern trotz Vandalismus vorerst nur eines: Warten.

Hörde

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es passiert so einiges rund um das Schulzentrum in Hörde. Auf der einen Seite entsteht neben dem Goethe-Gymnasium und der Konrad-von-der-Mark-Schule ein neues Leichtathletik-Stadion, die alte Sporthalle Hörde I wird abgerissen und auf dem Gelände der alten Feuerwache soll auch gebaut werden. Das Schulzentrum selbst soll sich auch verändern. Es soll sicherer und besser geschützt werden.

Im September 2018 hat sich Christof Nattkemper, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, an die Bezirksvertretung Hörde gewandt. Damals bemängelte er Vandalismus, Dreck und benutzte Spritzen, die auf dem Schulgelände gefunden wurden. Nattkemper sah den freien Zugang zum Schulgelände als wesentlichen Grund für diese Situation - und schlug die Einzäunung vor.

Kommt ein Zaun oder nicht? Goethe-Gymnasium und Konrad-von-der-Mark-Schule müssen warten

Christof Nattkemper, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums © Felix Guth

Damals war Carsten Schlagowski, Leiter der angrenzenden Hauptschule, überrascht vom Vorschlag seines Kollegen. Nattkempers Vorgehen hat aber Bewegung in die Angelegenheit gebracht. Im Februar 2019 gab es ein Treffen auf dem Schulgelände mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und von der Polizei. Die Erkenntnisse von damals: Die Polizei machte darauf aufmerksam, „dass durch einen Zaun die Bestreifung des Geländes sehr erschwert würde“.

Motorradfahrer nutzen Schulhof als Slalomstrecke

Weiter heißt es im Protokoll des Ortstermins: „Aus der Immobilienwirtschaft kam der Hinweis, dass in den letzten Jahren die Höhe der Vandalismusschäden von vorher 14.000 Euro auf circa 10.000 Euro zurückgegangen sei.“ Zudem sei die benachbarte Grünfläche auch Schulgelände, werde von der Öffentlichkeit aber eher als kleiner Park wahrgenommen. Beschlossen wurde an dem Tag, dass man sich Gedanken machen und es ein weiteres Treffen Hörder Politiker geben werde.

Kommt ein Zaun oder nicht? Goethe-Gymnasium und Konrad-von-der-Mark-Schule müssen warten

Carsten Schlagowski, Schulleiter der Konrad-von-der-Mark-Schule © Michael Nickel

In der Mai-Sitzung der Bezirksvertretung Hörde stand das Thema auf der Tagesordnung. Ein konkreter Beschluss zur möglichen Umzäunung wurde nicht gefasst. Stattdessen wurde für September ein weiterer Ortstermin beschlossen, an dem neben Vertretern der Schulleitungen und der Schüler auch diejenigen aus der Verwaltung eingeladen werden, die etwas zum Leichtathletikstadion und zur Bebauung der Feuerwache sagen können. Denn davon ist auch abhängig, wie es am Schulzentrum weitergeht.

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Und was sagen die Schulleiter vom Goethe-Gymnasium und der Konrad-von-der-Mark-Schule dazu, dass sich bis mindestens September nichts an der Situation ändert? „Ich hätte mir definitiv eine Entscheidung gewünscht“, sagt Christof Nattkemper im Gespräch mit dieser Redaktion. Zumindest in letzter Zeit sei es relativ ruhig gewesen. Das Gelände erhalte aber weiterhin Besuch von unliebsamen Gästen. Von Motorradfahrern zum Beispiel, die auf dem Gelände Slalom fahren.

„Demokratische Prozesse dauern“, sagt der Leiter der Hauptschule

„Die Sporthalle Hörde II wird außerdem so massiv mit Graffiti dekoriert - so schnell kann sie gar nicht gesäubert werden“, sagt er. „Ein Zaun soll nicht zeigen, dass hier ein einzelner Abschnitt des öffentlichen Raumes abgeriegelt werden soll, sondern klar machen: Das hier ist Schulgelände, das nicht permanent zur Verfügung steht. In einer Siedlung darf auch jeder Nachbar sein Grundstück einzäunen.“

Den Einbau von Rolltoren hat Nattkemper aus baulichen Gründen abgelehnt, in der Hauptschule sind sie installiert. Auseinandersetzungen zwischen den Gymnasiasten und Hauptschülern spielten in der Angelegenheit keine Rolle. „Das ist überhaupt nicht federführend.“

Carsten Schlagowski ist Leiter der Hauptschule und sagt zur Vertragung des Beschlusses: „Man muss fair sein, demokratische Prozesse dauern ihre Zeit. Entscheidend für uns ist, dass die Gebäude und der Schulhof gegen Vandalismus geschützt werden. Eventuell stellt ein Zaun dafür die geeignete Möglichkeit dar.“

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