Kontroverse um psychisch Kranke

CDU: ?Sicherheit gewährleisten? / Behrendt: Anwohner diskriminieren

17.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kontroverse um psychisch Kranke

<p>Die Pläne für ein Wohnheim für psychisch Kranke spalten: In Wellinghofen ist eine Kontroverse angelaufen. RN-Foto Archiv</p>

Wellinghofen Die Diskussion um den Bau eines Wohnheims für psychisch Kranke in Wellinghofen wird schärfer. Die CDU befürwortet den Bau eines Wohnheims für psychisch Kranke in Wellinghofen. Sie ist ?grundsätzlich der Auffassung, dass psychisch kranke Mitbürger ein Teil unserer Gesellschaft sind und demnach auch zu integrieren sind.? Der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Wellinghofen, Helmut Broich (Foto), erklärte, dass der Wohnheimbau neben einem Kindergarten ?verständlicherweise Bedenken? hervor rufe. Der Schutz des Kindergartens müsse dauerhaft gewährleistet sein. Die Anlieger bleiben bei ihrem Nein. ?Wir haben uns entschieden, dort zu wohnen, wo ein vernünftiges Umfeld ist?, sagte Anwohner Peter Menne. Die Kirche handele nicht aus ?christlicher Nächstenliebe, sondern habe wirtschaftliche Probleme?, begründete er den Verkauf des Gemeindehauses, auf dessen Grundstück das Wohnheim gebaut werden soll. PDS-Bezirksvertreter Torsten Behrendt bezeichnete diese Anwohner als ?Extrem-Bedenkenträger?, die Schutzbedürftige mit Triebtätern und Gewalttätern gleichsetzen und daher diskriminieren würden. Ein Anwohner der Allerstraße in Aplerbeck, wo das Wohnheim zurzeit steht, berichtete gestern, dass von der Einrichtung erhebliche Ruhestörungen ausgehen würden. Beschwerden würden ignoriert. Darauf müssten sich die Anwohner in Wellinghofen einstellen. Der Landschaftsverband bestreitet den Lärm-Vorwurf. Beschwerden gebe es nicht, erwiderte Marlies Preising. ban Wie würden Sie als Nachbar entscheiden? Stimmen Sie ab: www.westline.de/go/wohnheim

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