Konzerte unter Corona-Bedingungen: Junkyard lässt bis zu 250 Zuschauer rein

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Es war lange still im Junkyard in der Nordstadt. Das hat ein Ende: Es gibt Konzerttermine für bis zu 250 Gäste. Möglich macht das eine besondere Eigenschaft des ehemaligen Schrottplatzes.

Dortmund

, 02.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Junkyard an der Schlägelstraße in der Dortmunder Nordstadt kehrt im Juli in den Spielbetrieb zurück. Das bestätigt ein Sprecher des Teams hinter dem Veranstaltungsort auf einem ehemaligen Schrottplatz.

Ab dem 8. Juli (Mittwoch) wird es auf dem Außengelände des Junkyard wieder Konzerte unter freiem Himmel für bis zu 250 Besucher geben. Die Halle ist weiterhin nicht bespielbar.

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„Wir freuen uns, dass wir wieder etwas anbieten können. Es war ein unglaublich motivierendes Gefühl, überhaupt mal wieder eine Bühne aufzubauen“, sagt der Junkyard-Sprecher.

Neustart ist ein Zeichen, „dass die Kultur lebt“

Der Neustart sei auch ein Zeichen nach außen, „dass die Kultur lebt“. Die Stadt Dortmund hat das Hygienekonzept genehmigt. Es wird ausschließlich Sitzplätze geben. Auf dem Gelände und in Warteschlangen an Gastronomie und sanitären Einrichtungen gelten die Abstands- und Hygieneregeln der Corona-Schutzverordnung.

Die Location an der Schlägelstraße profitiert davon, dass sie im Gegensatz zu anderen Livemusik-Orten eine eigene Open-Air-Fläche hat. Man sei sich dessen bewusst, dass es für andere deutlich schwieriger sei, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.

Das sind die Open-Air-Termine im Junkyard

Im Juli gibt es deshalb acht Live-Termine unter dem Titel „Sommer am Junkyard“. Weitere Daten werden kurzfristig bekannt gegeben.

  • 8.7.: Best of Poetry Slam
  • 10.7.: Anthony B (Dancehall/Reggae)
  • 11.7.: Retrogott & Hulk HODN (Hip-Hop)
  • 17.7.: Shacke One + Morlockk Dilemma (Hip-Hop)
  • 18.7.: Altin Gün (Worldmusic, Rock)
  • 23.7.: Patrick Salmen (Poetry Slam)
  • 24.7: Paji live in concert (Elektro)
  • 31.7: Döll (Hip-Hop)

Dortmund Club & Konzertkultur kämpft weiter um langfristige Lösungen

Das Junkyard gehört mit weiteren Locations wie Oma Doris, Musiktheater Piano oder FZW in Dortmund zur Interessensgemeinschaft Dortmunder Club- & Konzertkultur. Auf die prekäre Lage der Clubs macht die Gruppe unter anderem mit einer Plakatkampagne („Hey Dortmund, ohne euch wird es bald ganz still“) aufmerksam.

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Außerdem steht die Interessensgemeinschaft im Austausch mit Dortmunder Lokalpolitikern. Zuletzt hatte die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen den Aufruf aus der Clubszene unterstützt und den Oberbürgermeister gebeten, tätig zu werden.

Weitere Einnahmeausfälle und ein mögliches Aus von etablierten Adressen würde aus Sicht der Grünen „einen herben Verlust für die Attraktivität und Lebensqualität unserer Stadt bedeuten. Das muss verhindert werden.“

Die temporäre Nutzung großer Freiflächen, bessere Vernetzung der Kulturunternehmer und eine Exitstrategie aus den Einschränkungen in Zusammenarbeit von Gesundheitsamt, Kulturbüro und Ordnungsamt könnten aus Sicht der Partei Lösungsansätze sein.

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