Impftermine

Kreuzimpfung: Dortmunder können wieder Termine im Impfzentrum buchen

Wer bei seinem Hausarzt derzeit nicht den gewünschten Impfstoff für die Zweitimpfung bekommt, kann sich ans Dortmunder Impfzentrum wenden. Und auch für Erstimpfungen gibt es dort wieder Termine.
Es mehren sich die Forderungen an die Ständige Impfkommission (Stiko), ihre Haltung zur Corona-Impfung von Jugendlichen zu überdenken
Es mehren sich die Forderungen an die Ständige Impfkommission (Stiko), ihre Haltung zur Corona-Impfung von Jugendlichen zu überdenken. © Fabian Sommer/dpa

Jede Menge Impftermine für Erst- und Zweitimpfungen gegen das Coronavirus soll es laut der Stadt Dortmund seit Montag (5.7.) für Impfwillige geben. „Es stehen über das Portal der KVWL eine große Anzahl Termine für Erst- und Zweitimpfungen zur Verfügung. Eine Priorisierung existiert nicht mehr“, schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Außerdem können dort auch isolierte Zweittermine gebucht werden für all jene, die ihre Erstimpfung bei einem Hausarzt erhalten haben, der den gewünschten Impfstoff aber derzeit nicht bereitstellen kann.

Über das Portal www.nrw-impft.de sind aktuell keine Termine verfügbar.

Impfwillige können bei der KVWL nun einen Impftermin für einen mRNA-Impfstoff, also Moderna oder Biontech, erhalten. Außerdem schreibt die Stadt: „Das Impfintervall für die Folgeimpfung mit einem mRNA-Impfstoff kann auf bis zu vier Wochen verkürzt werden.“

Scharfe Kritik der Kassenärztlichen Vereinigung

Es sei aber auch kein Problem, wenn seit der Erstimpfung mit Astrazeneca schon mehr Zeit vergangen ist. Aber, so die Stadt weiter: „Die bisher als Abstand zwischen zwei Astrazeneca-Impfungen vorgesehenen bis zu zwölf Wochen sollen jedoch nicht überschritten werden.“

Hintergrund dieser Änderung im Dortmunder Impfsystem ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), allen, die Astrazeneca als Erstimpfung erhalten haben, als Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verabreichen, um sie besser gegen die Delta-Variante zu schützen.

An der Umsetzung dieser Empfehlung und dem dazugehörigen Beschluss der Gesundheitsminister übt die KVWL allerdings scharfe Kritik. „Für die Praxen heißt das ab heute wieder glühende Telefone, denn viele Patientinnen und Patienten werden verunsichert sein und sich fragen, was diese Entscheidung konkret für sie bedeutet“, lassen sich die Vorstandsmitglieder der KWVL in einer Mitteilung zitieren.

Solche Entscheidungen lösen Erdbeben aus

„Zugleich werden die Ärztinnen und Ärzte erklären müssen, dass sie in dieser Woche noch nicht ausreichend mRNA-Impfstoff für alle Astrazeneca-Impflinge haben, die in den nächsten Tagen mit ihrer Zweitimpfung dran wären“, heißt es weiter.

Nicht vergessen werden dürfe auch der organisatorische Aufwand, der mit der Verlegung von Zweitterminen für das Praxispersonal einhergehe. Man bestreite nicht den Sinn der Kreuzimfpung, so der KVWL-Vorstand. „Aber es kann doch nicht sein, dass nach mehr als 16 Monaten Pandemie offensichtlich immer noch nicht allen klar ist, dass derartige Entscheidungen immer ein kleines Erdbeben unter Bürgern, Ärzten und allen weiteren Beteiligten auslösen und die Umsetzung Zeit benötigt.“

Dass man die Mitglieder immer wieder vor vollendete Tatsachen stelle, sei für den Vorstand nicht nachvollziehbar.

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