Kult-Pommesbude in Hörde wird weiter angefeindet

hzImbiss in Dortmund

Immer wieder ist die Kult-Pommesbude an der Alfred-Trappen-Straße das Ziel von Angriffen – auch in diesem Jahr. Jetzt gehen die Attacken auch gegen die Betreiber-Familie persönlich.

Hörde

, 23.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Familie Rommel hat in Hörde einiges erlebt. 1983 eröffnete sie die kleine „Frittenschmiede“ am Anfang der Hermannstraße, Ecke Alfred-Trappen-Straße, mit Blick auf die Stiftskirche. „Die Tür“ wie der Imbiss auch gerne aufgrund seiner Größe im Volksmund genannt wird, hat sich seitdem einen Namen gemacht: mit Fritten, Bratwurst und Frikadellen.

Eier knallten gegen das Rolltor der Pommesbude

Was jetzt noch zur Lebensmittelauswahl dazugekommen ist, sind Eier. Nicht auf der Speisekarte, sondern draußen vor dem Rolltor. Immer wieder komme es vor, dass Unbekannte Eier an die Fassade des Geschäfts werfen.

„Ekelig“, findet das Christel Rommel. Sie ist die Besitzerin der kleinen Imbissbude. Es sei darüber hinaus schwierig, die Eier wieder zu entfernen. In den vergangenen Tagen warfen Unbekannte gleich zweimal Eier an das Rolltor: am Montag (20.1.) und am Mittwoch (22.1.). Die Eierschalen lagen noch nach der Öffnung am Mittwochmittag in der Fußgängerzone.

Schlösser der Pommesbude waren unbrauchbar

Wären es nur die Eier, würde die Familie Rommel sicher an einen Dumme-Jungen-Streich glauben. Es geht aber um mehr: um Sachbeschädigung.

Denn gleich zweimal wurde auch das Schloss des Rolltores, das den kleinen Laden verschließt, mit Klebstoff unbrauchbar gemacht. Einmal war das Schloss zusätzlich eingedrückt worden.

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Für die Betreiber hört da der Spaß auf. Anzeigen gegen Unbekannt laufen. Die entsprechenden Unterlagen dazu sind der Redaktion bekannt. Auch an dem privaten Pkw der Familie wurden die Scheiben eingeschlagen. „Da will uns jemand schaden“, sagt Christel Rommel.

Aber wer? Eine Idee hat die Familie Rommel nicht. „Komischerweise“ sei es so, dass die „Störaktionen“ genau dann angefangen haben, als das Gebäude, in dem die Pommesbude beheimatet ist, verkauft wurde.

Gericht entscheidet über die Zukunft

So wurden mehrmals Schilder angebracht, die auf eine Schließung hindeuten. In den vergangenen Monaten sei es ruhiger geworden, jetzt ginge es wieder los. Auch wie die Zukunft der Kult-Pommesbude aussieht, die es nun schon 37 Jahre in der Hörder Fußgängerzone gibt, ist ungewiss.

Es geht um eine Kündigung, die die Familie Rommel nie erhalten haben will. Die Sache ist vor Gericht, eine Entscheidung wird noch vor dem Sommer erwartet.

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Der Praxismanager der Augenärzte-Praxisgemeinschaft Thanh-Truc Tran und Dr. Daniel Krause, Philipp Damm, der die Interessen des neuen Gebäude-Besitzers vertritt, möchte sich zum aktuellen Sachstand nicht äußern. „Es ist ein schwebendes Verfahren und wir werden jetzt erst einmal den Urteilsspruch abwarten.“ Später werde man sich ausführlich äußern. Auch was die Zukunft der Pommesbude angehe.

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