Kuriose Schilder-Kombi in Dortmund: von 0 auf 50 km/h in zwei Metern

hzTempo 30

Rechts steht ein Schild, das ein Tempo 30 anzeigt, links wird ebendieses Tempo aufgehoben: So zu sehen an der Schürener Straße. Ein Widerspruch?

von Alexandra Wachelau

Schüren

, 25.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Norden von Schüren, kurz bevor die Schürener Straße in den Am Büter übergeht, gilt Tempo 30.

Autofahrern, die zum Remberg hinunterfahren, bietet sich jedoch kurz hinter der Kurve Am Büter ein kurioses Bild: Auf der rechten Straßenseite steht ein Tempo-30-Schild. Links daneben wird dagegen auf das Ende der Tempo-30-Zone hingewiesen.

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Die Schilder stehen fast parallel. Theoretisch können Autofahrer zwischen den Schildern auf 50 km/h schalten – laut Straßenverkehrs-Ordnung (Stvo) die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften. Ein Fehler?

Links wurde die 30-er Zone beendet – rechts wird auf ebendas Tempolimit hingewiesen. Auf ungefähr zwei bis drei Metern ist 50 km/h erlaubt.

© Alexandra Wachelau

Laut Christian Schön von der Stadt Dortmund bestehen die Schilder in Schüren schon seit „mindestens einem Jahrzehnt“ und seien nicht widersprüchlich. Auch einen Mindestabstand zwischen zwei Schildern gebe es nicht – wichtiger sei vielmehr das Sichtbarkeitsprinzip.

Das Zeichen auf der linken Seite sei daher lediglich ein Hinweis darauf, dass die Tempo 30-Zone aufgehoben ist. Unter anderem gilt ab hier nicht mehr die Vorfahrtsregel „rechts vor links“. Auch Tempo 30 wird hier aufgehoben – was an der Schürener Straße jedoch fast durchgängig gilt. Daher das rechte Schild.

Die Stvo besagt: „Innerhalb geschlossener Ortschaften ist abseits der Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) mit der Anordnung von Tempo 30-Zonen (Zeichen 274.1) zu rechnen.“

In Schüren beginnt diese Zone an der Gevelsbergstraße gegenüber des Kleingartenvereins „Im Massbruch“.

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