Kyrill ist immernoch ein Thema

14.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kyrill ist immernoch ein Thema

<p>Von Edwin Erger (rechts) geschätzte 20 Bäume wurden im Wald am Rahmkesbach gefällt. Ein Teil der Bäume habe laut Forst-Oberamtsrat Heiner Beckmann die angrenzenden Häuser gefährdet. Lukas</p>

Eichlinghofen Zwölf Monate nach seinem zerstörerischen Zug durch Europa ist der Orkan "Kyrill" kein Thema mehr? Denkste! Im Wald am Rahmkesbach zeigen die Ausläufer des Wirbelsturms noch heute Auswirkungen.

Rund 20 Bäume wurden im letzten Jahr gefällt, da sie unter anderem offenbar die nahe gelegene Wohnsiedlung bedrohten. "Wir haben die Bäume weggenommen, die durch dem Sturm angeschoben worden sind und deren Wurzeln gelöst wurden", erklärt Heiner Beckmann (Foto), Forst-Oberamtsrat des Bezirks Süd: "die meisten davon standen im Fallbereich der Häuser."

Kräftige Bäume

"Die hätten nicht alle gefällt werden müssen; das waren kräftige, gesunde Bäume", ärgert sich der 77-jährige Naturfreund Edwin Erger, der seiten Jahren rund 20 Nistkästen zwischen Rahmkesbach und Linnebach aufhängt ("In den letzten Jahren hat mir meine Frau verboten, auf die hohe Leiter zu steigen; zum Glück habe ich auch Unterstützung vom Umweltschutzbund").

Das Alter der Bäume schätzt Erger auf über 200 Jahre ("Die alten Eichlinghofer haben mir das bestätigt"), während Beckmanns Recherche ein Alter von 112 Jahren ergeben hatte: "Wenn die Verkehrssicherung gestört ist, müssen wir reagieren." Nicht durch die Westwind-Stürme sieht der Forst-Oberamtsrat die Wohnhäuser gefährdet. Vielmehr seien Gewitter und plötzliche Böen die Bedrohung. Beckmann, der seit 1984 im Dortmunder Süden seinen Außendienst verrichtet, betont: "Wenn wir auf Gefahren aufmerksam gemacht werden, wir nicht reagieren und dann etwas passiert, muss ich dafür persönlich haften."

Zehn Zentimeter tief

Bereits vor vier Jahren wurde der Wald durchforstet, erinnert sich Edwin Erger, der auch einen bisherigen Spazierweg der Anwohner zerstört sieht. Schweres Gerät hat dort 10 Zentimeter tiefe Spurrillen in der Rückegasse hinterlassen. -as

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