L662: Ein Stück Landesstraße wartet seit 7 Jahren auf seine Sanierung

hzKaputte Straßen in Dortmund

Segen oder Fluch? Die Frage stellt sich des Öfteren, wenn die Zuständigkeit einer Straße von Stadt auf Land wechselt. Bei der Lichtendorfer Straße ist es ein Fluch. Sie ist ziemlich kaputt.

Lichtendorf

, 24.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Straßenstück geriet in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit: die Lichtendorfer Straße zwischen der Nelkenstraße und der A1-Unterführung im Süden auf Schwerter Gebiet.

Vielleicht liegt das an den großen Bauprojekten, die drumherum laufen. Da ist einmal im Norden die neue Bahnunterführung an der Sölder Straße, die lange Zeit die Diskussion vor Ort beherrschte.

Oder die Verbreiterung der A1 auf Schwerter Gebiet, wodurch auch die Autobahnbrücke, die über eben die Lichtendorfer Straße führt, erneuert werden muss.

Schon vor sechs Jahren gab es Sanierungsforderungen

Schon vor sechs Jahren forderten kommunale Politiker eine Sanierung des rund 700 Meter langen Teilstücks der L662. Denn kurz zuvor hatte Straßen NRW, das für den Zustand der Straße verantwortlich ist, das Tempo-50-Schild durch ein Tempo-30-Schild ersetzt.

Der Straßenbelag ist teilweise in einem üblen Zustand.

Der Straßenbelag ist teilweise in einem üblen Zustand. © Jörg Bauerfeld

Der Grund war der immer schlechter werdende Zustand der Fahrbahn. Eine Sanierung zum derzeitigen Zeitpunkt scheiterte, so der Landesbetrieb, an der Finanzierung.

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Auf Schwerter Seite war dies jedoch 2014 schon möglich. Genau bis zur A1-Brücke (aus südlicher Richtung) bekam die L662 eine neue Fahrbahndecke. An der Grenze zu Dortmund war dann aber Schluss.

Jetzt ist in den vergangenen Jahren der Zustand der eh schon arg deformierten Fahrbahn nicht besser geworden. Und Anwohner sowie die Aplerbecker Politik fragen sich, ob der Landesbetrieb Straßen NRW seine Landesstraße im Dortmunder Süden überhaupt noch auf dem Schirm hat.

Sanierung hat eine hohe Priorität

Hat sie, das machte eine Sprecherin von Straßen NRW auf Anfrage noch einmal deutlich. Man sei sich über den schlechten Zustand der Straße bewusst. Auch habe es schon vor einiger Zeit die Überlegung gegeben, die Straße zwischen Lichtendorf und der A1 zu sanieren.

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Man habe die Sanierung aber zurückgestellt, weil dort die A1-Brücke neu gebaut werden sollte. „Das ist fast abgeschlossen und das Teilstück der Lichtendorfer Straße, um das es geht, hat jetzt bei uns eine hohe Priorität“, so eine Sprecherin von Straßen NRW.

Vielleicht beginnen die Arbeiten 2021

„Wir hoffen, dass wir hier 2021 mit den Arbeiten beginnen können.“ Wobei ein kleiner Haken an der Sache ist. Denn der Beginn der Arbeiten stehe immer im Zusammenhang mit den bestehenden Haushaltsmitteln. Ist genug Geld da, wird saniert, wenn nicht...

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