Laden defekte Straßenlaternen zum Angriff auf Friedhofs-Besucher ein?

Friedhof in Oespel

Nach der Attacke auf eine Hundehalterin auf dem Oespeler Friedhof: Dass der Angreifer unerkannt entkommen konnte, wundert eine Anwohnerin nicht.

Oespel

, 14.10.2019, 21:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laden defekte Straßenlaternen zum Angriff auf Friedhofs-Besucher ein?

Der Friedhof in Oespel. © (A) Gesine Lübbers

Dass Hundehalter auf dem Oespeler Friedhof ihre Vierbeiner Gassi führen, ist für Christel Wysocki normal. Täglich sieht sie die Spaziergänge aus dem Fenster ihrer Wohnung gegenüber dem Friedhof. Umso erschrockener las sie den Bericht dieser Redaktion über den tätlichen Angriff auf eine Hundehalterin am vergangenen Freitagabend (11. Oktober).

Dass der Täter unerkannt entkommen konnte oder dass es zu der Tat überhaupt kam, wundert Christel Wysocki nicht. „Ich weiß ja nicht, ob das der Grund ist. Aber zwei Straßenleuchten auf der Seite des Friedhofs sind defekt“, berichtet die Anwohnerin. Dieser Bereich sei bei Dunkelheit unbeleuchtet. „Wir haben das schon dreimal gemeldet.“

Defekte Lampen online und per Telefon gemeldet

Meldungen dieser Art sind relativ simpel. Im Internet verweist das städtische Tiefbauamt auf den Online-Störungsdienst des Netzbetreibers Donetz24. Auch eine Telefonnummer ist genannt. Beide Möglichkeiten nahmen Christel Wysocki und ihr Mann in Anspruch.

„Ich will keinem an den Karren fahren“, sagt die Oespelerin. „Aber ich finde es schade, dass Stadt oder Donetz die Lampen länger kaputt lassen.“ Sie wirft ein: „Ich weiß, dass viele Lampen kaputt sind. Warum sollen also die vor unserem Haus repariert werden?“

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