Lärm-Duell: Stadtbahn neu gegen alt

Um Punkt 12 Uhr braust die neue Stadtbahn (NGT-8) an der Haustür von Hans-Jörg Vollmer vorbei. Von Mittagsruhe kann hier keine Rede sein. Mit Hilfe eines Lärm-Messgeräts haben wir nachgemessen, wie laut es wirklich ist.

14.07.2009, 21:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vollmer hat sein Häuschen direkt an der Rheinischen Straße. Aus dem Westen ist es "die Zufahrtstraße" in die Dortmunder Innenstadt. Dazu kommt noch der Schwerverkehr durch die Gewerbegebiete in Dorstfeld.

"Seit Ende April 2008 hat der Lärm deutlich zugenommen", sagt Hans-Jörg Vollmer. Seit genau diesem Zeitpunkt ist die neue Stadtbahn (NGT-8) im Einsatz. Und die ist nach Feststellung Vollmers deutlich lauter als das Vorläufer-Modell (N 8).

Wir haben nachgemessen, wie laut die "Polterbahn" ist: Direkt im Kreuzungsbereich vor der Haustür von Vollmer erreicht die neue Bahn einen Spitzenwert von 82,1 Dezibel (dB). Die alte Bahn schafft gerade einmal einen Wert von 69,5 dB. Punktsieg für Hans-Jörg Vollmer.

Doch anscheinend sieht nicht jeder das neue Modell so kritisch. "Die Resonanz der Fahrgäste ist unterschiedlich, denn jeder hat ein anderes Empfinden", meint Stadtwerke-Pressesprecher Wolfgang Herbrand. So böten die neuen Bahnen mehr Komfort, etwa mit Klimaanlage und ebenerdigem Einstieg. "Und in Sachen Lärm liegen uns zurzeit keinerlei Beschwerden vor", erklärt Herbrand.

Tatsächlich dreht sich das Ergebnis des Lärm-Vergleichs Alt gegen Neu um, sobald man in die Bahn einsteigt. Eine Messung während der Fahrt ergab für die neue Stadtbahn eine Lautstärke von 86,2 dB und für die alte 89,6 dB. Die N 8 ist also von innen lauter als von außen. Das Duell endet insgesamt unentschieden. mog/dam

Seite 3: Idylle

Lesen Sie jetzt