Leere Reihen in der Moschee: So beten Muslime in der Corona-Krise

Osman Gazi Moschee

Eine Moscheegemeinde in Dortmund zeigt, wie sie in Zeiten des Coronavirus betet: Das Bild wirkt sonderbar. Doch die Corona-Regeln, die hier gelten, sind streng.

Huckarde

, 11.05.2020, 16:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Moschee in Huckarde beim Gebet am Montagmorgen: Seit Samstag ist das Gotteshaus wieder geöffnet. Die Regeln sind streng.

Die Moschee in Huckarde beim Gebet am Montagmorgen: Seit Samstag ist das Gotteshaus wieder geöffnet. Die Regeln sind streng. © Emre Gülec

Wer die Bilder aus einer Moschee zur Ramadan-Zeit kennt, den wird dieser Anblick erstaunen: Normalerweise sind die Reihen der Muslime geschlossen, wenn sie auf den Gebetsteppichen knien und gemeinsam Allah anbeten. In der Corona-Krise gelten auch hier ganz spezielle Regeln.

Der Vorstand der Moschee-Gemeinde Osman Gazi in Huckarde atmete am Freitag erleichtert auf: Der Ramadan kann doch noch einigermaßen würdevoll begangen werden. Denn die Moschee konnte wieder öffnen, so wie viele andere Gotteshäuser, Kirchen und Synagogen. Aber auch hier gelten spezielle Regeln.

Dabei ist die Abstandsregel zentral. Und die führte am Montagmorgen zu diesem Bild: Die Betenden halten große Abstände zueinander. Zehn Quadratmeter pro Person sollte jede Gemeinde in einer Moschee jedem Betenden einräumen, so eine der Regelungen aus dem 48-seitigen Papier, das ein Dachverband der Moscheegemeinden in Köln verabschiedet hatte - und an das sich die Gemeinde in Huckarde offensichtlich hält.

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So können auch während des Ramadan nur bis zu 20 Personen mitbeten: Zehn hier im Innenraum, weitere acht (Frauen) auf der Empore und zwei im Vorraum. Die Gemeinde, die bisher corona-frei geblieben ist, habe alle rund 300 Mitglieder vergangene Woche über die Regelungen informiert, so Vorsitzender Emre Gülec. Leute über 65 Jahren wurden gebeten, zu Hause zu bleiben.

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