Gegen digitalen Stress und Cybermobbing: Erstes Lehrer Digi Camp in Dortmund

Digitalisierung

Während die Schüler am Montag zu Hause bleiben konnten, lernten die Lehrer einer Schule dazu: im ersten Lehrer Digi Camp in Dortmund. Vor allem eine Zahl hat die lernenden Lehrer erschreckt.

Dorstfeld

, 10.02.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gegen digitalen Stress und Cybermobbing: Erstes Lehrer Digi Camp in Dortmund

Medienpädagogin Tanja Ney hat einen von vier Lehrer-Workshops geleitet. © Carolin West

Ein Schüler erstellt eine Whats-App-Gruppe für die ganze Klasse. Nach Absprache verlassen fast alle die Gruppe, die in „Forever alone“ („Für immer allein“) umbenannt wird und dann nur noch ein Mitglied hat.

„So funktioniert Ausgrenzung heute“, erklärt Medienpädagogin Tanja Ney. Schüler, die in der Schule kaum Anschluss finden, würden per Smartphone zuhause weiter gemobbt.

Tanja Ney hat einen von vier Workshops des ersten Dortmunder „Lehrer Digi Camps“ geleitet. Die Lehrerinnen und Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld lernten am Montag (10.2.) Neues über digitalen Unterricht und Sicherheit im Netz.

Startup-Unternehmen organisiert Workshops

Erschreckend war für die Lehrer im Workshop von Tanja Ney vor allem eine Zahl: „100 Prozent der Schüler haben Erfahrungen mit Cybermobbing – nicht unbedingt als Täter oder Opfer, aber jeder kennt jemanden, der es macht oder darunter leidet.“ Dabei sei Cybermobbing kein Kavaliersdelikt und es sei deshalb wichtig, dass Lehrer wissen, wie sie damit umgehen.

Organisiert wurde das Camp von dem Bonner Startup-Unternehmen BG3000, das sich auf digitale Bildung spezialisiert hat.

„Die Lehrer bekommen Hilfsmittel an die Hand, mit denen sie ihren Unterricht digital, aber auch sicher gestalten können“, erklärt Veronika Stumpf von BG 3000.

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