Der Westenhellweg am Samstagnachmittag (17.4.) © Schaper
Ende von „Click and Meet“

Letzter Verkaufstag vor Shutdown: Was war los auf dem Westenhellweg?

Angesichts steigender Corona-Zahlen muss Dortmunds Einzelhandel ab Montag erneut schließen. Führte das am letzten Verkaufstag davor zu einem Ansturm auf den Westenhellweg? Wir waren vor Ort.

Die 7-Tages-Inzidenz nähert sich in Dortmund in großen Schritten der 200er-Marke. Deshalb zog Dortmunds Stadtspitze am Freitag – eine Woche vor der zu erwartenden bundesweiten Entscheidung – die Notbremse: Ab Montag (19.4.) müssen Dortmunds Geschäfte bis auf wenige Ausnahmen wieder schließen.

Damit endet nach gerade einmal drei Wochen das Experiment, den Einzelhandel der Stadt durch ein Zusammenspiel von vorheriger Termin-Absprache („Click and Meet“) und einem tagesaktuellen, negativen Corona-Schnelltest offenzuhalten.

Kein Ansturm auf Dortmunds City am letzten Verkaufstag

Doch am letzten Verkaufstag vor dem erneuten Shutdown am Samstag (17.4.) blieb der große Kundenansturm aus. Rund 10.100 Passanten zählte der Einzelhandels-Dienstleister Hystreet bis 15 Uhr seit Ladenöffnung um 10 Uhr auf der Dortmunder Einkaufsmeile.

Das war zwar ein Drittel mehr als zum gleichen Zeitpunkt vergangenen (verregneten) Samstag, aber immer noch nur 40 Prozent des Samstags-Mittelwerts aus Vor-Corona-Zeiten.

Keine Schlangen vor Geschäften auf dem Westenhellweg

Zwar war bei unserer Stichprobe am frühen Nachmittag durchaus einiges los auf dem Westenhellweg, doch war es kein Problem, den Mindestabstand zu halten. Schlangen vor den Geschäften gab es keine.

Den Vorsitzenden der Einzelhandels-Vertretung Cityring, Tobias Heitmann, wundert das nicht: „Es gab im Vorfeld keine Torschlusspanik.“

Seitdem man zum Shoppen einen tagesaktuellen Test braucht, seien die Kundenzahlen eingebrochen, sagt der Geschäftsmann, der eine Galerie am Hansaplatz betreibt: „Danach hatten wir nur noch fünf Kunden im Laden.“

Diesen starken Einbruch zeigen auch die Zahlen der automatischen Hystreet-Zählanlage auf dem Westenhellweg zwischen Hansastraße und Petrikirche: Am Samstag vor einem Monat (20.3.) waren bis 15 Uhr bei vergleichbarem Wetter rund 50 Prozent mehr Menschen auf der Einkaufsmeile unterwegs.

Damals brauchte man nach dem Ende des zweiten Shutdowns Anfang März zwar auch schon einen Termin, um ein Geschäft betreten zu dürfen, aber noch keinen negativen Schnelltest.

Zur Sache

Alte Ausnahmen gelten wieder

Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben auch im erneuten Shutdown geöffnet. Dazu zählen etwa der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Blumenfachgeschäfte und Gartenmärkte.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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