Lichterglanz für eine „Ur-Hörderin“: Lichtkonzept soll die Schlanke Mathilde erhellen

hzSchlanke Mathilde

Vom Phoenix-See eine Brücke schlagen - mit Licht. Am Ende steht die Schlanke Mathilde, eines der Hörder Warzeichen. Dafür soll Lichtkunst sorgen, aber wie soll das aussehen?

Hörde

, 20.06.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wichtigste vorweg: Geld ist da, um die Schlanke Mathilde für den Lichtkulturpfad Dortmund neu erstrahlen zu lassen. Zumindest etwas. Denn das Stadtbeziksmarketing Dortmund hat für den Lichtkulturpfad, so heißt das Beleuchtungsprojekt, Geld zur Verfügung gestellt. 5 Projekte in 5 verschiedenen Stadtbezirken werden mit einem Betrag in Höhe von 110.000 Euro gefördert. In Eving, Lütgendortmund, der Innenstadt Ost, dem Dortmunder Norden und Hörde.

In Lütgendortmund wären das Kirchen oder andere sakrale Bauten, im Dortmunder Norden das Dietrich-Keuning-Haus, an der Märkischen Straße wird eine Brücke in ein anderes Licht gesetzt und in Eving ist es mit dem Hammerkopfturm ein industrielles Wahrzeichen.

Ein gewachsener Stadtkern mit historischen Gebäuden

Aber warum hat man in Hörde die Schlanke Mathilde ausgewählt? Die Begründung liefert Sybille Hassinger von der Agentur „Hassinger, Hassinger und Spiler“: „Der Platz an der Schlanken Mathilde ist ein historisch gewachsener Stadtkern mit historischen Gebäuden und Fassaden.“ Der Charakter des jeweiligen Ortes solle in den Vordergrund gerückt werden.

Jetzt hören sich 110.000 Euro erst einmal viel an, fraglich ist allerdings, ob man für die vermutlich 22.000 Euro pro Projekt die Lichtkunstinstallation an der Schlanken Mathilde so hinbekommt, wie man es möchte. Aber bis es soweit ist, könnte noch viel Zeit vergehen. Jetzt ging es erst einmal darum auszuloten, ob die Mitglieder der Bezirksvertretung Hörde diese Lichtkunst rund um das Hörder Wahrzeichen überhaupt möchten.

Es ging auch um das Thema Lichtverschmutzung

Sie wollen, üben aber Kritik. Da ging es um Lichtverschmutzung, die die Tiere in den umliegenden Bäumen stören könnten. Um zeitliche Begrenzung der Beleuchtung, um die benachbarten Bürger, die im Bereich der Schlanken Mathilde wohnen, auch nicht um ihren Schlaf gebracht werden möchten.

Aber wie sieht es nun aus, das Lichtkonzept? Also, da gibt es zweierlei Ideen, die für den Platz auf dem die Schlanke Mathilde steht, infrage kommen. Einmal geht es um die alten Bäume, die sich rund um den Platz gruppieren. Drei an der Zahl könnten es sein, die angestrahlt werden, um die historische Uhr, die 1981 nach altem Vorbild wiederaufgebaut wurde, mit weichem Licht zu umschmeicheln. Dieser Vorschlag von Sybille Hassinger fiel bei den BV-Mitgliedern aber durch.

Die zweite Idee kam da schon besser an. Es werden Ringe aus in den Boden eingelassen Leuchten. So als wäre die Schlanke Mathilde die Sonne, um die sich die Planeten drehen. Offiziell heißt das Ganze „digital gesteuerte Bodenlichter als permanente Lichtkunst“.

5 Ringe mit diversen Strahlern

Um diese Idee aber auch in den Hörder Boden zu bringen, ist doch ein erheblicher Aufwand nötig. 5 Ringe sollen es ja sein, die sich um die Schlanke Mathilde drehen. Jeweils mit diversen Strahlern, die gen Himmel leuchten und extra Strahler, die die Schlanke Mathilde richtig in Szene setzen.

Dass eine Installation dieser Größe nicht ganz unproblematisch ist, zeigt sich schon am Hörder Wochenmarkt: Der müsste im Falle des Installationsumbaus für ein paar Wochen auf den Friedrich-Ebert-Platz verlegt werden. Sechs bis acht Wochen stehen im Raum. Die Sorge der BV- Mitglieder, dass bei der Rückkehr des Wochenmarktes die neu installierten Bodenstrahler durch die schweren Fahrzeuge zerdrückt würden, konnte Sybille Hassinger den anwesenden Politikern nehmen.

Sie wird also kommen, die permanente Lichtkunst an der Schlanken Mathilde - nur wann, das steht noch nicht fest.

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