Logistikbranche: Betriebsräte vernetzt

DORTMUND Der DGB Östliches Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen 18 Monaten intensiv mit der Logistikwirtschaft der Region auseinander gesetzt. Dabei ging es vor allem um die Themen Leiharbeitsverhältnisse, Ausgliederung und Prämienlohn. Zudem haben die Gewerkschafter erstmals ein tragfähiges Netzwerk der Betriebsräte in der Logistik-Branche aufgebaut.

15.01.2008, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Logistikbranche: Betriebsräte vernetzt

Dr. Frank Gerlach (Hans-Böckler-Stiftung), Birgit Haverkemper (verdi), Birgit Timmer (Sustain Consult) und Eberhard Weber (DGB) bei der Präsentation.

  Am Dienstag stellten Vertreter des DGB, der Hans-Böckler-Stiftung (HBS), der Beratungsgesellschaft Sustain Consult und verdi eine wissenschaftliche Studie der HBS vor. In dieser werden nach einer Analyse Herausforderungen, Strategien und Handlungsansätze diskutiert. Rund 20 Unternehmen, Verbände und Wirtschaftsförderer gaben Auskunft. Birgit Timmer von Sustain Consult wies darauf hin, dass das östliche Ruhrgebiet über eine gute Infrastruktur verfüge.

20 Unternehmen gaben Auskunft Darüber hinaus biete die geografische Lage „alles, was Logistik braucht“. Trotz eines hohen Potenzials an Arbeitskräften beklagten Unternehmen jedoch, dass es zu wenig gut qualifizierte Leute gebe. „Zwar bemängeln die Unternehmen diesen Zustand, bieten jedoch nur ungenügend Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten“, so Timmer. Stattdessen wachse der Anteil an Leiharbeitern überproportional im Vergleich zu anderen Städten. Die Ergebnisse der Studie sollen vor allem dem Betriebsräte-Netzwerk als wissenschaftliche Grundlage zur Verbesserung der gegenwärtigen Situation dienen.

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