Baustelle an der Ecke Luisenglück / Stockumer Straße liegt nur scheinbar brach

hzVerkehrschaos Luisenglück

Eine Straßenbaustelle zwischen dem Luisenglück und der Stockumer Straße sorgt seit Anfang April für Ärgernisse bei den Autofahrern. Vor allem auch weil dort niemand zu arbeiten scheint.

von Anika Hinz

Hombruch

, 28.05.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer momentan bei Kaufland oder Aldi in Hombruch einkaufen möchte und mit dem Auto fährt, muss mit massiven Einschränkungen bei der Anreise rechnen. Denn die Straße Luisenglück ist seit Anfang April von der Stockumer Straße aus nicht mehr befahrbar. Der Grund dafür ist eine großflächige Straßenbaustelle, die für zähflüssigen Verkehr und Staus im umliegenden Gebiet sorgt. Besonders kurios: Auf der Baustelle sind schon seit Wochen keine Arbeiter mehr gesehen worden.

„Ich frage mich, was da los ist. Die Straße ist seit Wochen dicht, aber es tut sich einfach nichts“, sagt Jochen Sklenak. Er kommt mehrmals die Woche aus Schönau zum Einkaufen her und bemängelt die aktuelle Verkehrssituation. Besonders beunruhigen ihn aber die offenbar ausbleibenden Arbeiten auf der Baustelle. „Immer wenn ich dort lang fahre, ist dort niemand. Das ist schon komisch“, sagt er. „Es wäre schön zu sehen, dass auch mal was passiert.“

Verbesserte Erdgasversorgung ist das Ziel

Und tatsächlich: Bei einem kurzen Besuch auf der Baustelle war niemand da. Kein einziger Arbeiter ging dort seiner Arbeit nach. Stattdessen staute sich der Verkehr auf der Straße Luisenglück. Nur wenige Autos schafften es pro Grünlicht über die Ampel. Wie kann das sein? Warum wird die Baustelle bei ausbleibenden Arbeiten nicht aufgehoben?

Weil gearbeitet wird. Eine Nachfrage bei der DEW21 hat ergeben, dass die Dortmunder Netz GmbH an der Straße Luisenglück eine neue Gasdruckregelstation errichtet, welche die vorherige Station ablöst. Diese neue Station sorgt dafür, dass das Erdgas mit dem richtigen Druck in den Haushalten ankommt. Jana-Larissa Marx, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei der DE21 erklärt, dass mit dem Bau der neuen Station „umfangreiche Arbeiten im Gashoch- und Gasniederdrucknetz“ verbunden waren. Nur so könne die neue Station an das bestehende Netz angeschlossen werden.

Unsichtbare Arbeiten

Bevor die neue Station angeschlossen werden kann, müssen die entsprechenden Gasleitungen überprüft werden. Die dafür nötigen Sicherheitsnachweise fehlten jedoch. Deshalb kam zu Verzögerungen auf der Baustelle und es konnte seit der Woche ab dem 13. Mai nicht mehr weiter gearbeitet werden. „Die Donetz führt ihre Arbeiten natürlich nicht fort, solange die Sicherheit nicht gewährleistet ist“, sagt Marx. Laut Angaben der Donetz sollen die entsprechenden Dokumente aber ab Dienstag (28. Mai) vorliegen, so dass die Arbeiten Mitte der Woche fortgeführt werden können.

„Aber auch während der mehrtägigen Druckprüfungen sind vor Ort keine Arbeiten sichtbar“, sagt Jana-Larissa Marx. Heißt, dass Autofahrer und Anwohner auch in den nächsten Tagen keine Arbeiter auf der Baustelle sehen werden. Die ganze Maßnahme soll laut Angaben der DEW21 noch bis Mitte Juni dauern - inklusive Wiederherstellung der Straßenfahrbahn.

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