LWL-Klinik: 186 neue Parkplätze – und doch Ärger und Unstimmigkeiten

hzLWL-Klinik Dortmund

Rund um die LWL-Klinik an der Marsbruchstraße ist der Parkdruck groß. Jetzt sollen neue Parkplätze gebaut werden. Trotzdem gibt es heftige Diskussionen um die Zufahrt.

Aplerbeck

, 08.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist gerade einmal vier Monate her, da stellte die LWL-Klinik an der Marsbruchstraße ein großes Projekt vor. Statt 150 soll es bald 336 Parkplätze an der Marsbruchstraße geben.

Damit wolle man den Anwohnern ein Stück entgegenkommen, den Parkdruck aus dem Bereich nehmen und auch den eigenen Mitarbeitern eine Möglichkeit geben, auf dem Klinikgelände zu parken. So stellte es das Mitglied der Betriebsleitung der LWL-Klinik Dortmund, Dr. Jörg Assion, in der Januar-Sitzung der Bezirksvertretung Aplerbeck vor.

Zufahrt über Allerstraße

Zustimmung von allen Seiten, doch Fragen blieben nicht aus. So war schon zu diesem Zeitpunkt den Grünen die Zufahrt zum jetzigen Parkplatz über die Allerstraße ein Dorn im Auge.

Denn die Allerstraße, eine kleine Wohnstraße in direkter Nachbarschaft des Klinikgeländes, werde von Mitarbeitern der Klinik regelmäßig zugeparkt. Auch vor Grünflächen werde hier kein Halt gemacht.

Die Einfahrt zu den Parkplätzen führt über die Allerstraße.

Die Einfahrt zu den Parkplätzen führt über die Allerstraße. © Jörg Bauerfeld

Um den Verkehr aus der Straße heraus- und damit nach Jahrzehnten eine Verbesserung der Parksituation hinzubekommen, forderten die Grünen in der Bezirksvertretung Aplerbeck eine Verlegung der Zufahrt.

„Wir wollen die Gelegenheit nutzen und im Zuge der Neuordnung der Parkflächen für eine veränderte Zuwegung sorgen“, sagte Benjamin Beckmann (Grüne) jetzt während eines Ortstermins an der Hauptzufahrt zur LWL-Klinik.

Die, so Beckmann, wäre bestens geeignet um später als Zu- und Ausfahrt für die vergrößerten Parkflächen zu dienen. Bisher führt die Einfahrt zu den Parkplätzen über die Allerstraße, die Ausfahrt direkt auf die Marsbruchstraße.

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Aber ist eine veränderte Ein- und Ausfahrt überhaupt möglich? Theoretisch ja, denn die alte Remise aus dem Jahr 1897, die zurzeit noch zwischen dem jetzigen Parkplatz und der LWL-Hauptzufahrt steht, wird abgerissen. Hier entsteht ein Großteil der Parkplätze – und wenn es nach den Grünen geht, auch eine neue Ein- und Ausfahrt.

Schon jetzt genügend Parkplätze

Die LWL-Klinik sieht die Sache anders und sieht sich vor allem nach der Planung der neuen Parkplätze nicht in der Bringschuld, auch noch die Zufahrt zu ändern. Zum einen gehe es hier um die Kapazitäten und auch um finanzielle Mittel.

„Wir haben einen Plan entwickelt, der die optimale Stellplatz-Anzahl ermöglicht und gleichzeitig keine neuen Zuwegungen benötigt. Jede andere Lösung würde mindestens 10 Parkplätze weniger bedeuten. Das kann auch nicht im Sinne der Anwohner sein“, so Dr. Jens Bothe, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Dortmund.

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„Das Thema Parken begleiten wir schon seit Jahren. Verschiedene Maßnahmen haben wir schon ergriffen. Schon jetzt erfüllen wir mit den Parkplätzen, die wir stellen, alle Anforderungen“, sagt Thomas Joth (LWL-Klinik). Man wolle aber noch mehr für das Umfeld tun.

Was eine Umlegung der Einfahrt angehe, habe man sich aber dagegen entschieden. Auch, weil ein derartiger Umbau zu teuer sei. Die komplette Infrastruktur für die Schrankenanlage müsste dann neu entwickelt werden.

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