Mann soll Gräber auf dem Hauptfriedhof Dortmund geschändet haben

hzProzess am Landgericht

Schläge gegen Kinder und Grabschändungen auf dem Hauptfriedhof: Schlimme Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft gegen einen 48-jährigen Dortmunder. Doch der verteidigt sich wortgewaltig.

Dortmund

, 18.08.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwischen 2015 und 2019 soll ein inzwischen 48-jähriger Mann aus Marten mehrmals mit der Polizei aneinander geraten sein - seit Dienstag wird ihm vor dem Landgericht Dortmund der Prozess gemacht. Weil die Staatsanwaltschaft den Angeklagten für psychisch krank und gefährlich hält, steht seine unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen Klinik im Raum.

Laut Anklage soll der Mann im Juli 2015 einen Jungen im Westpark mit einem Faustschlag verletzt haben. Ein Jahr später kam es am Trinkwasserspender nahe der Petri-Kirche in der Innenstadt zu einer Auseinandersetzung mit zwei Mädchen. Sie sollen von dem Mann beleidigt, körperlich angegangen und bespuckt worden sein.

Mann soll Steinplatten von Gräbern entfernt haben

Festgenommen wurde der Angeklagte schließlich im April 2019. Zuvor soll er sechs Gräber auf dem Hauptfriedhof geschändet haben, indem er Steinplatten und Blumenkübel entfernte und Kerzenwachs verschüttete.

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Zu Prozessbeginn beteuerte der 48-Jährige jedoch wortgewaltig seine Unschuld. Dem Jungen habe er lediglich das T-Shirt zerrissen, als er ihn davon abhalten wollte, weiter auf ein kleines Mädchen einzuschlagen. Die Kinder an der Petri-Kirche würden absolut übertreiben. „Ich habe sie kaum berührt.“

Und auf dem Friedhof habe er nur helfen wollen. „Da war ein Grab, das völlig vertrocknet aussah. Da habe ich beschlossen, es ein bisschen umzustylen.“

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