Mann zückt im Hauptbahnhof eine Waffe – doch ist selbst der Bedrohte

Dortmunder Hauptbahnhof

Die Bundespolizei musste am Mittwoch zu einem Bahnsteig am Dortmunder Hauptbahnhof eilen. Ein Mann hantierte wohl mit einer Schusswaffe herum. Doch der wurde scheinbar selbst bedroht.

Dortmund

16.04.2020, 13:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu einem Bahnsteig am Dortmunder Hauptbahnhof wurde die Bundespolizei am Mittwochabend (15.4.) gerufen. Ein Mann hantiere mit einer Schusswaffe herum. Mit vielen Kräften seien die Beamten zum beschriebenen Bahnsteig geeilt, berichtet die Bundespolizei.

Dort seien sie auf zwei Männer (45, 70) getroffen. Der jüngere habe sich sofort als derjenige zu erkennen gegeben, der die Waffe mit sich führte und gab an, selbst die Polizei gerufen zu haben. Die Schreckschusswaffe haben die Beamten sichergestellt.

Der Mann habe angegeben, beide Männer seien von sechs Jugendlichen auf dem Bahnsteig bepöbelt und beleidigt worden. Als der 45-Jährige die Gruppe aufgefordert habe, damit aufzuhören, seien die Jugendlichen noch aggressiver geworden.

Jugendlicher zieht Messer – Mann die Pistole

Einer von ihnen habe ein Messer gezogen und sei dem Mann bedrohlich nahe gekommen. Daraufhin habe der 45-Jährige die Waffe gezeigt – die Gruppe sei dann abgehauen. Laut eines Sprechers der Bundespolizei sei der Mann dazu berechtigt gewesen, eine solche Waffe bei sich zu tragen.

Drei der Jugendlichen seien laut Polizei im Umfeld des Hauptbahnhofs angetroffen worden – sie seien bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt. Gegen die 15-jährigen Jugendlichen sei ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet worden. Die Ermittlungen dauern an.